Babymilch Test 2017 | © panthermedia.net /yupiramos

Babymilch Test, Vergleich und Erfahrungen 2017

Natürlich ist die Muttermilch die beste Anfangsnahrung für das Baby. In vielen Fällen ist jedoch kein Stillen möglich, sodass auf Babymilch, das heißt, auf Baby-Anfangsnahrung, zurückgegriffen werden muss. In bestimmten Fällen, wenn die Eltern allergische Reaktionen auf Milcheiweiße zeigen, kommt die HA-Nahrung zur Anwendung (hypoallergene Anfangsnahrung). Damit soll das Risiko minimiert werden, dass auch beim Baby allergische Reaktionen ausgelöst werden. Die Stiftung Warentest hat im Juli 2016 insgesamt 15 Baby Anfangsmilchprodukte, darunter auch HA Pre-Nahrungen untersucht. Die Ergebnisse im Test waren teilweise ernüchternd. So konnte zwar insgesamt achtmal das Urteil empfehlenswert und „Gut“ ausgesprochen werden. Schmal gab es nur „Befriedigend“. In einem Fall war das Ergebnis aber sogar „Mangelhaft“. Testsieger war die Milasan Pre Anfangsmilch, die das Urteil „Gut“ erhielt.

Babymilch Test 2017

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Aptamil Pronutra Pre Anfangsmilch, von Geburt an, 4er Pack (4 x 800 g)
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Stand der Daten: 20. Oktober 2017 7:18
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Humana Pre HA Hypoallergene Anfangsnahrung, 1er Pack (1 x 500 g)
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4,1 von 5 Sternen
Stand der Daten: 20. Oktober 2017 7:18

Die ausgewählten Babyanfangsnahrungen wurden von der Stiftung Warentest schwerpunktmäßig auf ihre Zusammensetzung und auf das Vorhandensein von gesundheitlich bedenklichen Stoffen getestet. Orientiert wurde sich dabei auch an den gesetzlichen Vorschriften zur Diätverordnung. Zusatzpunkte gab es für die Hersteller, die bereits die ab 2020 geltende neue EU-Verordnung bei der Herstellung umgesetzt haben.

Hinsichtlich der gesundheitsbedenklichen Stoffe wurden die Babyanfangsnahrungen auf Rückstände von Chlorat bzw. Perchlorat, Schwermetalle, Schimmelpilzgifte (u.a. Aflatoxin M1) sowie mögliche Mineralölbestandteile überprüft. Unser Test ist jedoch nicht repräsentativ, da unsere eigene Meinung und die Bewertungen von Stiftung Warentest uns zu diesem Ergebnis gebracht hat. Wir hoffen dennoch, dass wir euch durch unseren Test bei der Wahl der richtigen Babymilch bestmöglich beraten können.

Ergebnisse des Tests

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Ernährungsphysiologisch konnten alle Babymilchprodukte überzeugen und schnitten in dieser Hinsicht gut ab. Beim Gesamturteil trennte sich jedoch die „Spreu vom Weizen“. Nur acht Produkte erhielten das Prädikat gut. Als Testsieger belegte die Milasan Pre Anfangs­milch den ersten Platz, dicht gefolgt von der zweitplatzierten Pro Pre von Beba. Den dritten Platz erreichte die Pronutra Anfangsmilch Pre von Aptamil. Diese Babymilchprodukte können den Eltern ohne Einschränkungen als Anfangsnahrung für das Baby empfohlen werden.

Insgesamt sechs Produkte erhielten nur ein „Befriedigend“ und ein Produkt sogar nur das Urteil „Mangelhaft“. Der Grund hierfür waren Abwertungen für in den Produkten gefundene geringe Mengen Schadstoffe, wie Glycidyl-Ester, das im Verdacht steht krebserregend zu sein und bei der Raffinierung von Fett entsteht. Bei dem mangelhaften Produkt wurden zudem Rückstände von Chlorat gefunden, das die Schilddüsenfunktion hemmen kann. Chlorat gelangt hauptsächlich über in Molkereien verwendete Desinfektionsmittel in den Nahrungskreislauf. Allerdings fanden die Tester in keinem der Produkte Keime, Schimmelpilzgifte oder Mineralölbestandteile.

Platz 1 bis 3 im Vergleich


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Nestlé BEBA PRO HA Pre| Babymilch zum Zufüttern für Säuglinge | Mit ungesättigten Fettsäuren Omega 3 (LCP) | Wissenschaftlich geprüfte Anfangsnahrung | Reduziert Allergierisiko | 6er Pack (6 x 550 g)
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Die Inhaltsstoffe bzw. Zutaten der drei Bestplatzierten unterscheiden sich nur im Detail. Die Pre Anfangsmilch von Milasan, Pro Pre von Beba und die Pronutra Anfangsmilch Pre von Aptamil enthalten alle für die Ernährung eines Babys von Beginn an notwendigen Nährstoffe und Vitamine und können als alleinige Nahrung verwendet werden. Sie können außerdem zum Zufüttern auch über das Alter von sechs Monate hinaus verabreicht werden. Unterschiede gibt es zum Beispiel bei den Anteilen an wichtigen Fetten. So wird bei der Pre Anfangsmilch von Milasan vollständig auf pflanzliche Öle, wie Rapsöl und Sonnenblumenöl gesetzt. Bei der Pro Pre von Beba und der Pronutra Anfangsmilch Pre von Aptamil wird zudem ein geringer Anteil an Fischöl dazugegeben. Dieses mehrfach ungesättigte Öl fördert durch seinen Bestandteil Docosahexaensäure (DHA) nachweislich die Entwicklung des Gehirns und der Sehfähigkeit im Baby- und Kindessalter.

Die Produkte unterscheiden sich daher auch im Preis. Die Zugabe des Fischöls bereits heute macht sich aber auch im Preis bemerkbar. Für Babyanfangsnahrung wird diese Zutat gemäß der ab 2020 geltenden EU-Verordnung obligatorisch. Die Pre Anfangsmilch von Milasan wird in der 500 Gramm Packung zu durchschnittlich 6,75 Euro angeboten, die Pro Pre von Beba zu 12,50 in einer 800 Gramm Packung und die Pronutra Anfangsmilch Pre von Aptamil zum Preis von 14,95 Euro ebenfalls in einer 800 Gramm Packung. Andere Nahrungsbestandteile, die die drei Hersteller in ihren Produkten zusätzlich dazugegeben haben sind Ballaststoffe sowie Präbiotika, wie die Mehr­fachzucker Galakto- und Frukto-Oligosaccharid. Zudem finden sich Anteile an Milchsäurebakterien, die gut für die sein sollen.

Häufig gestellte Fragen zu Babymilch

1. Wie wird die Milch zubereitet?

Eine Anleitung zur Zubereitung und Dosierung sowie für die Lagerung findet sich auf der Verpackung des Herstellers sowie auf dessen Produktseiten. Die angegebene Milch- bzw. Pulvermenge und der Wasseranteil sollten dabei genau wie beschrieben eingehalten werden, um den optimalen Nährstoffgehalt zu gewährleisten. Der vom Hersteller mitgelieferte Messlöffel ist zwingend zu benutzen. Die Temperatur kann mit einem Thermometer getestet werden, oder in dem ein paar Tröpfchen auf die Innenseite des Handgelenkes gegeben werden.

2. Was ist der Unterschied zwischen Anfangs- und Folgenahrungen?

Die Zusammensetzung der Säuglingsanfangsnahrung stellt sicher, dass der benötigte Nahrungs- und Nährstoffbedarf in den ersten sechs Monaten vollständig aus der Anfangsnahrung gedeckt wird. Sie können bei Bedarf sogar einige Zeit länger gegeben werden, solange das Baby damit satt und zufrieden ist. Folgenahrungen enthalten dagegen mehr Eisen und weniger Fettanteile. Sie sind damit besser an die Ernährungsbedürfnisse für den älteren Säugling angepasst. Die Umstellung auf Folgenahrung und Misch- bzw. Beikost sollte jedoch immer nur in Absprache mit dem Kinderarzt erfolgen.

3. Kann ich meinem Baby während des ersten Jahres bereits normale Milch geben?

Normale sollte dem Baby im ersten Lebensjahr nicht gegeben werden. Der Grund liegt im hohen Eiweißgehalt und in der für das Baby nicht optimalen Nährstoffzusammensetzung. In sehr kleinen Mengen kann Milch als Beikost-Zutat verwendet werden. Dies sollte allerdings in den ersten sechs Monaten in jedem Fall unterlassen werden, sondern erst mit Beginn der Bei- bzw. Mischkost als Ernährung erfolgen.

Wann wird Babymilch gegeben?

Babymilch | © panthermedia.net / Anna Omelchenko

Babymilch | © panthermedia.net / Anna Omelchenko

Es kann vorkommen, dass die Mutter nicht in der Lage ist, ihr Baby zu stillen. Das kann körperliche, sowie psychische Ursachen haben, oder an der Abwesenheit der Mutter liegen. In solchen Fällen können die Eltern auf die hier vorgestellte, industriell gefertigte Babymilch zurückgreifen, die dem Baby – der Wissenschaft sei Dank – alle wichtigen Inhalts- und Nährstoffe bietet, damit es sich optimal entwickeln kann.

Welche Babymilch ist die richtige?


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Steht man im Supermarkt vor einem Regal mit Babynahrung kann das schon mal ganz schön verwirrend sein. Die verschiedenen Sorten sind mit „Pre“, oder den Zahlen eins bis drei bezeichnet. Die Pre-Milchnahrung, um die es sich auch in unserem Test dreht ist für Neugeborene geeignet, die nicht, oder nur teilweise gestillt werden. Sie ähnelt in ihrer Zusammensetzung der natürlichen Muttermilch und kann ab der Geburt das gesamte erste Lebensjahr gefüttert werden.

Nicht zu verwechseln mit der Pre-Milch ist die Milch mit der Bezeichnung „1“. Sie wird zwar auch noch in der ausschließlichen „Milch-Zeit“ gegeben, in der keine Beikost gegeben wird. Allerdings ist diese Milch sättigender und enthält – im Gegensatz zur Pre-Milch – zusätzliche Kohlenhydrate, die das Baby in seiner Entwicklung unterstützen. Die 1-Milch ist als Folgenahrung nach der Pre-Milch gedacht, sollte das Baby durch die Pre-Milch also nicht mehr richtig satt werden, könnt ihr ohne Sorgen auf die 1-Milch umsteigen. Achtet dabei auf die angegebenen Mengen, damit euer Baby nicht zu viele Kohlenhydrate zu sich nimmt.

Ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ihr das Gefühl habt, dass das Kleine auch von der 1-Milch nicht mehr satt wird und es sich ab dem 6. Monat im Beikostalter befindet, ist es Zeit für die Milch mit der Bezeichnung „2“. Die 2-Milch ist der Muttermilch nun nicht mehr so ähnlich, es werden auch Nährstoffe wie Eisen und Jod zugesetzt. Ein Umstieg auf 2-Milch ab dem 6. Monat ist aber nicht zwingend notwendig, wenn das Baby von der 1-Milch noch satt wird. Ein Gespräch mit dem Kinderarzt kann klären, ob 2-Milch oder lieber 1-Milch in Verbindung mit Breikost gefüttert werden sollte.

Ist das Kind mindestens ein Jahr als, darf es auch gewöhnliche Kuhmilch bekommen. Besteht beim Kind allerdings eine Allergie oder Unverträglichkeit gegen das Kuhmilcheiweiß, kann nebenbei die Milch mit der Bezeichnung „3“ gefüttert werden.

Fazit zum Babymilch Test 2017

Es steht außer Frage, dass das Stillen immer noch das Beste Ernährung für das Baby ist. Wenn die Mutter jedoch nicht stillen kann, sollte in Ansprache mit dem Kinderarzt auf Milchersatznahrung zurückgegriffen werden. Dass die Babymilch sowenig wie möglich Zusatz- und Schadstoffe aufweisen sollte, ist selbstverständlich. Die Produkte Pre Anfangsmilch von Milasan, Pro Pre von Beba sowie Pronutra Anfangsmilch Pre von Aptamil belegten in der genannten Reihenfolge die Plätze eins bis drei im Test der Zeitschrift Ökotest. Sie wiesen mit Abstand die wenigsten Schadstoffe auf und können den Müttern ohne Einschränkung als Milchersatznahrung für ihr Baby empfohlen werden. Jedoch sollte der Wechsel der Milchersatznahrung und die Bekömmlichkeit genau beobachtet und gegebenenfalls nur in Absprache mit dem Kinderarzt erfolgen. Auch die Frage, ob die HA Nahrung oder das Milchpulver geeigneter ist, sollte mit dem Kinderarzt abgeklärt werden.

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