Bewerbung richtig schreiben

Arbeitgeber entscheiden in der Regel nach wenigen Minuten, ob ein Bewerber für die ausgeschriebene Stelle in Frage kommt oder nicht. Umso wichtiger ist es deshalb, sich ausreichend Zeit zu nehmen: Eine wirklich gelungene und überzeugende Bewerbung braucht Sorgfalt und wird nicht in fünf Minuten geschrieben. Wer nach dem Schul- oder Studienabschluss auf der Suche nach einer Stelle ist, sollte sich zunächst mit den gängigen Formregeln für Bewerbungsschreiben auseinandersetzen. Danach gilt es, eine ansprechende Bewerbung richtig zu schreiben, die individuell auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten ist.

Bewerbung richtig schreiben

Bewerbung richtig schreiben

Was gilt es bei der Form zu beachten?

Nicht allein der Inhalt des Bewerbungsschreibens zählt, denn der erste Eindruck ergibt sich meist aus der äußeren Form. Die Einhaltung der folgenden Regeln sorgt für ein stimmiges Gesamtbild und sind wesentliche Punkte um die Bewerbung richtig zu schreiben:

  • Papier: Außer einem weißen DIN-A4 Blatt, das glatt und sauber ist, kommt für ein Bewerbungsschreiben nichts in Frage. Am Rand wird jeweils etwa 2 cm Platz gelassen.
  • Anschrift: Die eigene Anschrift steht in der oberen linken Ecke und enthält auch Kontaktdaten wie Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Darunter befindet sich die Anschrift des möglichen neuen Arbeitgebers.
  • Betreff: Etwa vier Zeilen unter der Anschrift erfolgt das Anliegen des Schreibens, wobei das Wort „Betreff“ nicht ausgeschrieben wird. Eine Ausführung wie „Bewerbung auf die Stelle als …“ genügt, diese kann per Fettdruck optisch hervorgehoben werden. Unter der Betreffzeile wird in einer kleineren Schriftgröße die Quelle angegeben, unter der die Stellenanzeige gefunden wurde.
  • Anrede: Zwei Zeilen unter der Betreffzeile findet sich die förmliche Anrede, die bestenfalls an einen konkreten Ansprechpartner gerichtet ist. In jedem Fall ist zu überprüfen, ob die Schreibweise des Namens korrekt ist.
  • Einleitungssatz: Der erste Satz ist möglichst knapp und ansprechend formuliert, um die Neugier des Lesers wecken.
  • Bewerbungstext: Nach dem einleitenden Satz folgen zwei bis drei kurze Abschnitte, die unmittelbaren Bezug auf das Anforderungsprofil der Stellenanzeige nehmen. Eigene Stärken und Qualifikationen, die für die Stelle von Bedeutung sind, werden kurz und bündig dargelegt.
  • Grußformel: Kreative Grußformeln sind in Bewerbungen nicht gefragt, sodass das Schreiben schlicht mit dem gängigen „Mit freundlichen Grüßen“ sowie der Unterschrift und der Orts- und Datumsangabe beendet wird.
  • Anlage: Bei postalischen Bewerbungen werden die beigefügten Anlagen unten auf dem Bewerbungsschreiben vermerkt. Bei Bewerbungen per E-Mail ist dies in der Regel nicht nötig, da alle Unterlagen ohnehin in einem Dokument versandt werden.
  • Rechtschreibung: Rechtschreibfehler fallen immer negativ auf, deshalb ist es wichtig, das Bewerbungsschreiben sorgfältig durchzulesen. Bestenfalls prüft noch eine weitere Person die Bewerbung auf falsche Schreibweisen, denn die eigenen Flüchtigkeitsfehler zu erkennen, ist oft schwer.

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Wie gelingt der passende Einstieg?

Belangloses und Standard-Phrasen animieren kaum zum Weiterlesen, weshalb der Einleitungssatz möglichst direkt zeigen sollte, welchen besonderen Bezug der Bewerber zu der Stelle oder dem Unternehmen hat. Eine persönliche Erfahrung mit dem Unternehmen oder der angestrebten Tätigkeit weckt eher das Interesse des potenziellen Arbeitgebers als eine unkreative Einleitung wie „Ihre Stellenanzeige interessiert mich sehr“. Ebenfalls kann eine spezielle Fähigkeit oder Qualifikation die Aufmerksamkeit des Arbeitgebers erregen.

Wie sieht ein guter Bewerbungstext aus?

Generell gilt für das Verfassen einer Bewerbung: Weniger ist mehr! Denn je knapper und präziser der Text formuliert ist, desto größer ist die Chance, dass der Arbeitgeber alle Informationen aufmerksam durchliest. Insgesamt ist eine DIN-A4 Seite ausreichend, auf der alles Relevante in wenigen Abschnitten aufgeführt ist.

Der Bezug zum Anforderungsprofil der Stellenanzeige sollte erkennbar sein, zudem sind eigene Stärken hervorzuheben, allerdings ohne zu stark zu übertreiben. In einem abschließenden Satz zeigt der Bewerber, dass er sich über ein persönliches Gespräch freuen würde. Die Sprache ist einfach zu halten, denn Fremdwörter und lange, komplizierte Sätze erschweren nur das Lesen.

Fazit

Die Bewerbung richtig schreiben ist nicht ganz einfach und kann manchmal etwas dauern, aber diese Zeit sollte man sich unbedingt nehmen. Im Internet gibt es viele Seiten die noch weitere Tipps geben können und sogar eBooks zu dem Thema haben, wie etwa bei staffxperts.de. Beim Verfassen einer Bewerbung ist es zudem oft hilfreich sich in die Lage des Lesers zu versetzen. Unverzichtbar ist das Einhalten der Formregeln, denn wenn der formale Aufbau der Bewerbung von der Norm abweicht, entsteht möglicherweise ein negativer Eindruck, schon bevor der erste Satz gelesen wird.

Auffallen muss dagegen der Einleitungssatz, denn dieser entscheidet über das grundsätzliche Interesse des Arbeitgebers. Heraus sticht ein Bewerber, der kreativ schreibt oder etwas über seine Person preisgibt, denn letztlich möchte der Arbeitgeber einen Eindruck von dem Menschen hinter dem Bewerbungstext erhalten.

Der weitere Text sollte übersichtlich, klar und verständlich sein, denn dieser soll dem Arbeitgeber lediglich zeigen, ob und inwiefern der Bewerber den Anforderungen entspricht. Grundsätzlich gilt: Ehrlichkeit, Freundlichkeit und Individualität führen zum Erfolg!

Bildquelle
Bild oben: © panthermedia.net / Karsten Ehlers

About Simon Schröder

Simon ist ein begeisterter Vater. Durch seine frühere Arbeit in einer Behörde kennt er zudem viele staatliche Leistungen und schreibt gerne über die Möglichkeiten wie man Kindergeld, Elterngeld oder Kinderzuschlag beantragen kann. Darüber hinaus ist er ein Technik-Fan und hat durch seinen Sohn schon viele Babyartikel testen dürfen. Auf Elternchecker.de teilt er seine Erfahrungen zu den Kinderprodukten und freut sich über jedes Feedback.

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