Fahrradhelme fuer Kinder | © panthermedia.net / Cherry-Merry

Fahrradhelme für Kinder – Test 2017 & Tipps zum Kauf

Fahrradhelme sind ein wehleidiges Thema für jeden, der Kinder hat. Die meisten Eltern tragen keinen Helm, verlangen aber von ihren Kindern einen aufzusetzen. Das wollen die meisten Kinder nicht verstehen, schließlich sollten Eltern doch gerade bei einem so wichtigen Thema, wie der Sicherheit ihrer Kinder mit gutem Beispiel vorangehen und ihre Eitelkeit überwinden. Der Kopf ist der empfindlichste Teil des Körpers und bei Kindern besonders gefährdet. Bei einem Unfall mit dem Fahrrad kann es immer sein, dass das Kind nicht schnell genug ist, um seinen Kopf mit den Händen zu schützen. Schlägt der kleine Kopf ohne Schutz auf harten Untergrund auf, so kann es zu schweren und sogar lebensbedrohlichen Verletzungen kommen.

Wir stellen euch im folgenden unsere drei Favoriten unter den Fahrradhelmen für Kinder vor, erklären euch, wie ihr euer Kind vom Tragen eines Fahrradhelmes überzeugen könnt und wie ihr die richtige Größe für jedes Kind finden könnt.

Die richtige Größe ist entscheidend

„Ach, da wächst er schon noch rein!“, ist ein gängiger Satz unter Eltern und bei Kleidung oder minimal zu großen Schuhen ist das auch okay. Bei Fahrradhelmen heißt es aber: Finger weg von zu großen Größen. Sitzt der Fahrradhelm nicht richtig und ist dem Kind zu groß, so kann er auch durch das größenverstellbare Rädchen an der Hinterseite nicht richtig an den Kinderkopf angepasst werden und rutscht zu allen Seiten umher. Bei einem Sturz würde der Helm einfach seitlich oder nach vorne, bzw. hinten rutschen, sodass ein Teil des Kopfes trotz allem ungeschützt bleibt. Natürlich verstehen wir es, dass man nicht alle halbe Jahre eine komplett neue Sicherheitsausrüstung fürs Kind kaufen möchte, in diesem Falle geht es aber schließlich um die Gesundheit und das Leben eures Kindes, bei dem wohl kein Elternteil bereit ist Kompromisse einzugehen. Und inzwischen bekommt ihr gute Fahrradhelme für Kinder schon unter 50 €.

Mit gutem Beispiel voran gehen

Auch Eltern sollten Fahrradhelme tragen | © panthermedia.net / Sean Prior

Auch Eltern sollten Fahrradhelme tragen | © panthermedia.net / Sean Prior

„Und wieso musst du keinen Helm aufsetzen?“, fragt das Kind und weigert sich strickt beim Fahrradfahren einen Helm zu tragen. Das Argument, man selber hätte ja schon lange Erfahrung im Fahrradfahren, zieht hier nicht. Schließlich bläuen wir unseren Kinder immer ein, dass, auch wenn der Fahrradfahrer selber nichts falsch macht, es immer einen anderen Verkehrsteilnehmer geben kann, der unaufmerksam ist oder sich rücksichtslos verhält. Also gilt ab jetzt auch für die Erwachsenen eine (freiwillige) Helmpflicht.

Im Kindergartenalter und der frühen Grundschule wird das Kind sich in den meisten Fällen noch nicht über den Helm beschweren. Die Plastikhaube in der Lieblingsfarbe wird nur zu gerne zur Schau gestellt und Spazieren gefahren. Werden die Kinder aber älter, so gelten Fahrradhelme irgendwann als uncool und werden ganz aus Versehen immer öfter zuhause vergessen. Natürlich können wir die Kids zwingen den Helm aufzusetzen, wenn sie von zuhause mit dem Fahrrad zur Schule aufbrechen. Dass sie den Helm aber gleich hinter der nächsten Ecke wieder absetzen und am Lenker baumeln haben, können wir nicht jeden Tag kontrollieren. Ein ernstes Gespräch über die Folgen, die es haben kann, keinen Helm zu tragen ist hier sinnvoll.

Lasst das Kind außerdem den Helm selber aussuchen. Wir Eltern wissen nicht immer genau, was denn Kids heute gefällt und können mit einem schicken Hochglanzhelm in der Lieblingsfarbe auch mal ganz schön daneben liegen. Vielleicht will das Kind lieber einen coolen Skaterhelm tragen als den klassisch windschnittigen Ovalhelm.

Uvex Kinderhelm

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Der Kinderhelm von Uvex ist ein stylischer Skateboard-Helm. Das heißt er hat eine etwas andere Form, die die meisten Kinder als „cooler“ empfinden. So hat er nach Vorne nicht die typische schwarze „Kappe“, sondern ist in der Form etwas schlichter. Er kommt in 5 verschiedenen Farben: Weiß, blau, rot, schwarz und pink. Sowohl für Jungs, als auch für Mädchen sollte hier also das passende Design dabei sein. Mit dem verstellbaren Kinnband und einem Rädchen am Hinterkopf lässt sich der Helm ideal auf die individuelle Größe des Kindeskopfes anpassen. Das Gurtband ist zudem mit einer Hand zu öffnen.

 

Der Helm besteht aus einer schlagfesten Polycarbonat-Schale, in die EPS eingeschäumt wurde. Das verleiht dem Träger des Uvex Kinderhelmes zusätzliche Sicherheit. Der Helm hat vorne, mittig und hinten Lüftungsschlitze, durch die der Kopf einem perfekten Klima ausgesetzt ist. Die Polsterung im Inneren des Helmes ist herausnehmbar, waschbar und dank einer Spezialveredelung antibakteriell.

Preis: Je nach Größe 20-40 € (Stand 06/17)

KED Meggy

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Der KED Meggy Helm ist ein Fahrradhelm in klassischer Form. Er kommt in acht verschiedenen Farbe und Designs, sodass selbst das anspruchsvollste Kind hier seinen Favoriten finden wird. Der Helm hat eine maximale Mikroshell-Abdeckung, selbst die Lüftungsschlitze sind von innen mit Mikroshellfasern abgedeckt, dass tut der Lüftung und dem Klima innerhalb des Helmes aber keinen Abbruch. Es sorgt lediglich dafür, dass herumfliegende Insekten nicht die Möglichkeit haben, sich im Inneren des Helmes zu verfangen. Das Drehrad-Anpassungssystem ist so konzipiert, dass es stufenlos verstellbar, noch so kleine Unterschiede in den Kopfgrößen ausgleicht und an jedem Kinderkopf die perfekte Passform hat.

 

Zudem ist der KED Meggy mit starken Reflektoren zu den Seiten und gut sichtbaren 180°-Blinklichtern ausgestattet, sodass das Kind auf dem Fahrrad auch in der Dunkelheit 360° sichtbar wird. Im Innenraum befindet sich eine schnelltrocknende Microfiber-Polsterung, die ihr einfach rausnehmen und die Waschmaschine stecken könnt.

Abus Anuky

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Auch der Abus Anuky ist von der Form her eher ein klassischer Fahrradhelm. Er ist ebenfalls in sieben verschiedenen Farben erhältlich: Blau (Piratendesign), hellgrün (Comic-Design), dunkelgrün (Tierdesign), pink (Prinzessinendesign), rosa (Eulendesign), weiß (Comic-Design), weiß (Herzchendesign). Jeder kleine Fashionexperte kann sich hier sein Lieblingsteil aussuchen. Das stoßbsorbierende EPS-Material wurde so konzipiert, dass der Helm noch länger hält. In der Dunkelheit werden Kinder auf kleinen Fahrrädern schnell mal übersehen, wenn sie nicht ausreichend beleuchtet sind. Zu diesem Zweck befindet sich im kleinen Verstellrädchen, mit dem ihr die Größe des Helms individuell auf die Größe des Kinderkopfes anpassen könnt, ein LED-Licht.

 

Die Vorderseite des Helmes hat zwar kein Visier, wie die meisten Fahrradhelme, allerdings läuft er vorne schmal zu, sodass diese Form einen ähnlichen Schutz bei Regen oder Wind bietet wie ein Visier. Auch der Abus Anuky hat dünnen Netzstoff unter den Lüftungsschlitzen, mit denen die Durchlüftung nicht behindert wird, Insekten aber davon abgehalten werden, durch die Schlitze in den Helm zu gelangen.

Achtung!

Ist das Kind einmal gestürzt und der Helm lässt sich nun nicht mehr richtig anpassen, klappert, wackelt oder hat von außen Risse, o.ä., muss der Helm sofort ausgetauscht werden, da die Sicherheit mit einem beschädigten Helm nicht mehr garantiert ist.

So findet ihr die richtige Größen

Um die richtige Größe für den Fahrradhelm zu finden, lässt sich nicht einfach nach dem Alter gehen. Jedes Kind entwickelt sich unterschiedlich und die Grenzen von einer Größe zur anderen können manchmal fließend sein. In der unten stehenden Tabelle könnt ihr die jeweiligen Größen zum Kopfumfang des Kindes, sowie eine ungefähre Altersangabe finden.

ca. 0-3 Jahre: 44-52 cm
ca. 2-7 Jahre: 46-57 cm
ca. 5-12 Jahre 52-60 cm
ca. 12-80+ Jahre 52-65 cm

Fazit

Die richtige Größe bei einem Fahrradhelm für Kinder zu finden ist also denkbar einfach. Nicht so leicht ist es hingegen den Fahrradhelm zu finden, der dem Kind auch gefällt und den er gerne und regelmäßig tragen wird. Lasst euer Kind daher mit entscheiden, welche Farbe, Form und Design es bevorzugt. Unter unseren drei vorgestellten Favoriten sollte jedes noch so anspruchsvolle Kind seinen Lieblingshelm finden können. So könnt ihr euch sicher sein, dass das Kind den Helm nicht heimlich hinter der nächsten Ecke absetzt und ihn am Lenker statt auf dem Kopf durch die Gegend fährt.

About Simon Schröder

Simon ist ein begeisterter Vater. Durch seine frühere Arbeit in einer Behörde kennt er zudem viele staatliche Leistungen und schreibt gerne über die Möglichkeiten wie man Kindergeld, Elterngeld oder Kinderzuschlag beantragen kann. Darüber hinaus ist er ein Technik-Fan und hat durch seinen Sohn schon viele Babyartikel testen dürfen. Auf Elternchecker.de teilt er seine Erfahrungen zu den Kinderprodukten und freut sich über jedes Feedback.

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