Kuhmilcheiweißallergie Baby | © panthermedia.net /candy18

Hat mein Baby eine Milchallergie? – Symptome, Ursachen und die richtige Behandlung

Allgemein hin ist bekannt, dass Muttermilch die beste Nahrung ist, um die Entwicklung eines Säuglings optimal zu unterstützen. Doch manche Babys zeigen nach dem Stillen Symptome wie Atemwegsbeschwerden, Hautreaktionen oder aber auch Magen-Darm-Probleme. Dahinter kann sich eine Kuhmilcheiweißallergie oder aber auch eine Milchzuckerunverträglichkeit verbergen. Wie Sie dabei am besten Ihrem Kind helfen können, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Eine Kuhmilcheiweißallergie in Folge von Neurodermitis?

Unter einer Kuhmilcheiweißallergie leiden etwa ein Prozent aller Babys, womit sie zu einer der häufigsten Allergien im Säuglingsalter gehört. Kinderärzte gehen dabei davon aus, dass ein Baby mit einer Kuhmilchallergie, Symptome wie Atemwegsbeschwerden oder Zeichen von Neurodermitis aufweist. Aber auch eine allergische Reaktion auf Hühnerei, Erdnüsse, Weizen oder Fisch ist möglich. Mithilfe von einem Schnelltest im Internet können Sie dabei schon einmal das Allergierisiko Ihres Babys durch die Beantwortung einiger Fragen testen.

Ursachenforschung mit dem Prick-Test

Um jedoch die Ursache einer Allergie genauer benennen zu können, ist die Durchführung eines sogenannten Prick-Test notwendig. Dabei werden verschiedene Allergieauslöser auf die Haut Ihres Kindes aufgetragen und das Gewebe angeritzt. Die Bildung von Quaddeln geben dann Aufschluss über eine mögliche allergische Reaktion aufgrund des jeweiligen Stoffes. Genauer noch als der Prick-Test ist dabei nur der Provokationstest, der im Krankenhaus durchgeführt wird.

Er kann mit absoluter Sicherheit feststellen, an welcher Allergie Ihr Kind leidet. Sollte sich dabei tatsächlich herausstellen, dass Ihr Baby eine Kuhmilcheiweißallergie hat, heißt das im Umkehrschluss jedoch nicht, dass Sie Ihr Baby nicht mehr stillen können. Vielmehr sollten Sie selber auf den Verzehr von Kuhmilcheiweiß während der Stillzeit verzichten.

Prick Test | © panthermedia.net /alexraths

Prick Test | © panthermedia.net /alexraths

Symptome einer Kuhmilcheiweißallergie

Oft stellt sich zuerst die Frage ob, Magen-Darm-Probleme als Symptom einer Milchzuckerunverträglichkeit oder einer Kuhmilcheiweißallergie zu bewerten sind. Die Antwort darauf kann nicht konkret ja oder nein heißen, da das nicht immer die sicheren Symptome sein müssen. Sollte Ihr Kind unter Durchfall, Blähungen oder Erbrechen leiden, kann sich dahinter eine Kuhmilcheiweißallergie oder aber eine Milchzuckerunverträglichkeit verbergen.

Ein Kinderarzt wird auch hier einen Allergietest durchführen, wobei das Problem in der Regel darin besteht, dass auch im Falle einer Allergie, im Blut keine Antikörper gegen das Kuhmilchprotein nachgewiesen werden können. Es empfiehlt sich daher, dass die Mutter die Nahrung Ihres Kindes umstellt, um so mögliche Allergene auszumachen. Dazu können Sie beispielsweise Milchprodukte weglassen und die Reaktion Ihres Kindes beobachten.

Unser Tipp: Ein Test mit laktosefreier Milch
Nach ein paar Tagen können Sie dann dazu übergehen laktosefreie Milch zu trinken, in der Kuhmilcheiweiß, aber kein Milchzucker vorhanden ist. Sofern Ihr Kind danach keine körperlichen Symptome zeigt, können Sie davon ausgehen, dass es unter einer Milchzuckerunverträglichkeit leidet. Aptamil Proexpert Comfort ist zu diesem Zweck extra auf die Bedürfnisse Ihres Babys abgestimmt und hilft u.a. bei lactosebedingten Drei-Monats-Koliken.

Milchallergie bei Kleinkindern frühzeitig erkennen und behandeln

Kuhmilcheiweißallergie | © panthermedia.net /Levranii

Kuhmilcheiweißallergie | © panthermedia.net /Levranii

Sollte Ihr Kind mittlerweile ein Alter erreicht haben, in dem es nicht mehr gestillt wird, aber nach wie vor allergisch gegen Kuhmilch ist, sollten Sie Ihrem Kind nach Absprache mit einem Kinderarzt eine Spezialnahrung geben. Übrigens besteht deswegen in aller Regel kein Grund zur Sorge. Die Milchallergie beim Baby verschwindet meist schon von alleine wieder.

Aber auch mit einer Kuhmilcheiweißallergie sollte man als Mama oder Papa nicht direkt den Kopf in den Sand stecken. Viele Eltern haben damit bereits Erfahrung gemacht und können sich mit euch bestimmt austauschen. Ein wenig Aufsicht bei der Nahrungsaufnahme und der richtige Einkauf erleichtern euch und eurem Kind sehr einfach das Leben.


Wichtiger Hinweis: Der Autor dieses Artikels ist keine medizinische Fachkraft. Bitte konsultieren Sie für gesundheitsbezogenen Rat immer Ihren Arzt.


About Simon Schröder

Simon ist ein begeisterter Vater. Durch seine frühere Arbeit in einer Behörde kennt er zudem viele staatliche Leistungen und schreibt gerne über die Möglichkeiten wie man Kindergeld, Elterngeld oder Kinderzuschlag beantragen kann. Darüber hinaus ist er ein Technik-Fan und hat durch seinen Sohn schon viele Babyartikel testen dürfen. Auf Elternchecker.de teilt er seine Erfahrungen zu den Kinderprodukten und freut sich über jedes Feedback.

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