Kinder an die Instrumente | © panthermedia.net / Arne Trautmann

Kinder und die Musik – Instrumente, Lehrer & alles was ihr wissen müsst

Wir wollen unseren Kindern alles nur mögliche mit auf den Weg geben, sodass ihnen in der Zukunft alle Türen offen stehen. Daher möchten viele Eltern, dass ihre Kinder ein Instrument erlernen und tatsächlich ist der frühe Kontakt mit Musik das beste, was wir unseren Kinder tun können. Das Erlernen eines Instrumentes fordert nachweislich die Intelligenz, Koordination und Geduld. Ab welchem Alter das Kind anfangen sollte ein Instrument zu spielen, welche sich dafür am besten eignen, was ihr schon mit Babys machen könnt, um ihr Bewusstsein und ihr Interesse an Musik zu steigern und wie ihr den passenden Musiklehrer findet, wollen wir euch im Folgenden zeigen.

Egal ob klassisch mit Geige und Klavier oder rockig mit Gitarre und Schlagzeug: Musizieren hat auf Kinder ausschließlich positive Eigenschaften. Vorausgesetzt, sie haben auch Lust darauf und üben freiwillig.

Mit Musik aufwachsen

Welche Auswirkungen es auf das ungeborene Baby hat wenn wir den Babybauch mit klassischer Musik beschallen, ist noch nicht erwiesen und trotzdem machen es viele Frauen so. Sie wollen, dass die Kinder ihre Liebe zur Musik teilen und Freude daran haben. Musik hat tatsächlich eine Menge positive Eigenschaften auf Kinder jeden Alters. Viele Eltern machen aber den Fehler und melden ihre Kinder zu früh beim Musikunterricht an. Auch wenn es heißt „Früh übt sich“, so ist die Wahrscheinlichkeit den Unterricht nach einigen Jahren wieder aufzugeben umso höher, je früher das Kind damit angefangen hat. Das bedeutet natürlich nicht, dass ihr eurem Kind den Zugang zu Musikinstrumenten bis zu einem gewissen Alter komplett verbieten solltet, ganz im Gegenteil: Es sollte alle Möglichkeiten haben, sich musikalisch zu entfalten, sei es auf dem Klavier, einem Xylophon oder den Töpfen in der Küche.

Mit einer musikalischen Früherziehung könnt ihr der Musikliebe eures Kindes zusätzlich auf die Sprünge helfen. Die werden meistens schon für Babys angeboten. Die musikalische Früherziehung beinhaltet das Singen, Klatschen und freie Musizieren gemeinsam mit den Eltern. Zeigt das Kind Freude daran, so sind die Chancen groß, dass es sich ein paar Jahre später auch für ein Instrument begeistern wird.

Ist mein Kind bereit?

Zu jung fuer Geigenunterricht | © panthermedia.net / mary_smn

Zu jung fuer Geigenunterricht | © panthermedia.net / mary_smn

Nur weil irgendwo steht, das Kinder ab 4 Jahren bereit wären ein Instrument zu lernen, heißt das noch lange nicht, dass es bei eurem Kind genau so sein muss. Äußert es nicht explizit den Wunsch nach einem bestimmten Instrument, wartet ab und beobachtet wie es im Alltag mit anderen Dingen und Hobbies umgeht. Ist es eher sprunghaft, wechselt häufig seine Meinung und möchte eigentlich jeden Tag etwas anderes, ist es noch nicht bereit für ein Instrument. Ist es hingegen auch bei anderen Dingen gewissenhaft und bleibt lange Zeit am Ball, kann die Wahl des erstens Instrumentes in Angriff genommen werden.

Das erste Instrument

Das richtige Instrument finden | © panthermedia.net / romrodinka

Das richtige Instrument finden | © panthermedia.net / romrodinka

Äußert das Kind nicht den Wunsch nach einem bestimmten Instrument, gilt es das richtige zu finden. Nun könnt ihr euch an einer fast unendlichen Bandbreite an Instrumenten bedienen. Am besten ihr besucht einen Tag der offenen Tür an eurer örtlichen Musikschule. Dort werden euch viele verschiedene Instrumente vorgestellt und die kleinen können selber ihr Glück an Geige, Klavier & Co. versuchen. Natürlich hat jedes Instrument etwas für sich und keines ist einfach zu erlernen. Allerdings haben manche Instrumente eine höhere Frustgrenze als andere. Während es bei den meisten Streichinstrumenten mehrere Jahre dauert, bis die Töne nicht mehr schief klingen, so klingen Tasteninstrumente wie das Klavier von Anfang an super. Zum Klavierspielen gehört aber auch eine ganze Menge an Theorie dazu. Wessen Kind sich am Instrument so richtig auspowern soll, der entscheidet sich am besten für ein Schlagzeug, Mit der Fähigkeit Schlagzeug zu spielen perfektioniert man nicht nur Rhythmusgefühl und die Hand-Fuß-Kopf-Koordination, sondern kann später auch in einer coolen Band spielen.

Den richtigen Lehrer finden

Habt ihr ein Instrument gefunden, was eurem Kind gefällt, so gilt es nur noch die passende Unterrichtsform und einen Lehrer zu finden. Am besten aufgehoben seid ihr in einer offiziellen Musikschule. Dort habt ihr die Möglichkeit Probestunden zu nehmen um zu sehen, ob euch der Lehrer zusagt. Meistens bieten die Musikschulen entweder Gruppen- oder Einzelunterricht an. Der Gruppenunterricht findet mit 2-5 Kindern statt, oft bezahlt ihr nur halb so viel wie beim Einzelunterricht und die Kinder können mit- und voneinander lernen. Allerdings kommt die Gruppe nur im Tempo des schwächsten Schülers voran, sodass die anderen warten müssen und ihr volles Potenzial nicht ausgeschöpft wird. Beim Einzelunterricht ist das anders. Er ist zwar meistens um einiges teurer, allerdings kann sich der Lehrer hier voll und ganz auf euer Kind konzentrieren, sodass es effektiver lernen und schneller voran kommen kann.

Fazit

Ein Musikinstrument kann das Lebens eines Kindes wirklich bereichern. Wenn es zum richtigen Zeitpunkt, beim richtigen Lehrer beginnt das richtige Instrument zu erlernen, kann das etwas sein, woran es sein ganzes Leben lang Freude hat. Durch Motivation (kein Druck) von Zuhause und motivierenden Meilensteine wie das erste Konzert, der Beitritt in ein Orchester oder eine Band halten die Freude am musizieren aufrecht. Also: An die Instrumente – fertig – los!

About Simon Schröder

Simon ist ein begeisterter Vater. Durch seine frühere Arbeit in einer Behörde kennt er zudem viele staatliche Leistungen und schreibt gerne über die Möglichkeiten wie man Kindergeld, Elterngeld oder Kinderzuschlag beantragen kann. Darüber hinaus ist er ein Technik-Fan und hat durch seinen Sohn schon viele Babyartikel testen dürfen. Auf Elternchecker.de teilt er seine Erfahrungen zu den Kinderprodukten und freut sich über jedes Feedback.

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