Kinderfahrrad 2015

Kinderfahrrad Test 2015

Kinderfahrräder bieten einen optimalen Einstieg in das Fahrradfahren und variieren je nach Bedürfnis Ihrer Kleinen im Hinblick auf die Größe und die Rahmenkonstruktion. Bedenken Sie, dass Kinder nicht gerade sanft mit ihrem Fahrrad umgehen. Es geht querfeldein über Stock und Stein. Ein Kinderfahrrad wird gegen die Wand oder einen Baum gelehnt oder landet auf dem Boden. Der zum Teil robuste Umgangston aller Fahranfänger stellt einen hohen Anspruch an alle Kindermodelle im Test. So sollte ein ideales Kinderfahrrad eine intensive Belastungsüberprüfung mit einem Lächeln überstehen.

Öko Test – die führenden Hersteller der Branche im Vergleich

Öko Test nahm sich vor fünf Jahren Kinderfahrräder vor und kam zu einem harten Urteil: Zum großen Teil stammten die Kinderfahrräder aus dem Bereich der Massenware. Überdies stellten sich zahlreiche Details der Fahrräder als weniger kindgerecht dar. In diesem Zusammenhang wurde der Ruf nach schärferen Überprüfungsmethoden und Sicherheitsnormen laut. Auch im Bereich der Schadstoffprüfung konnten die Fahrräder nicht überzeugen und nur mit einem mangelhaften Ergebnis abschließen. Jeder Verwender griff zum damaligen Zeitpunkt zu einem Weichmacher – gerade im Bereich der Lenker, um diese geschmeidiger zu machen. Eine Ausnahme in diesem Testbereich bildete einzig und allein das Puky ZL 18. Hier fand Öko Test keinerlei Schadstoffe.

Erhöhtes Sturzrisiko bei den Modellen im Test

Im Hinblick auf die Bremse der Fahrräder stellten die Tester bei zahlreichen Modellen eine wenig kindgerechte Felgenbremse fest, denn diese packen viel zu kräftig zu und erhöhen auf diese Weise das Sturzrisiko. Doch die Mängelliste ist noch nicht an ihrem Ende angelangt, denn gerade die Montage und Stabilität lässt uns zu weiteren Reserven kommen.

Die Vorgaben der Straßenverkehrsordnung

Achten Sie beim Kauf eines Kinderfahrrads vor allen Dingen auf Stabilität und eine einwandfreie Konstruktion. Bewegt sich Ihr Kind auch im öffentlichen Straßenverkehr, ist eine straßensichere Ausstattung nach den Vorgaben der Straßenverkehrsordnung die Voraussetzung.

Zu diesen Vorgaben gehören folgende Komponenten:

  • vordere und hintere Beleuchtung,
  • vordere und hintere Schutzbleche,
  • eine Klingel,
  • Bremsen am Vorderrad und Hinterrad,
  • Katzenaugen im Bereich der Speichen.

Liegt Ihnen die Sicherheit Ihres Kindes am Herzen, so sollten Sie gerade im Hinblick auf Kinderfahrräder keinerlei Kompromisse eingehen. Mangelhafte Verarbeitung und unzureichende Stabilität erhöhen nicht nur das Verletzungsrisiko, sondern mindern auch die Motivation der Kleinen im Lernprozess.

Welche Fahrradgröße für Ihr Kind?

Gerade in der 1. und 2. Klasse ist es vollkommen ausreichend, ein Kinderfahrrad in den Maßen zwischen 16 und 18 Zoll auszuwählen. Erst mit dem Übergang in die 4. Klasse ist ein neues Fahrrad angesagt. Jetzt darf es eine Nummer größer sein: Testen Sie Räder in 19 bis 20 Zoll. Ist ja altes Kinderfahrrad noch in einem funktionstüchtigen und guten Zustand? Dann verkaufen Sie es doch auf dem Trödelmarkt oder auf dem Gebrauchtmarkt und nutzen Ihr finanzielle Plus für ein ordentliches, neues Kinderfahrrad, das den Ansprüchen Ihres Kindes und des Straßenverkehrs in vollem Maße gerecht wird.

Wie messe ich die korrekte Rahmenhöhe?

Sie benötigen nur einen Zollstock und eine Wasserwaage. Ziehen Sie die Schuhe aus und stellen sich auf einen ebenen Untergrund. Ziehen Sie nun die Wasserwaage im Schritt waagrecht nach oben und messen den Abstand zwischen Boden und Wasserwaage. Sie erhalten in der Folge die exakte Länge des Schrittes. Mithilfe dieser Messdaten in Zentimeter besteht die Chance, bei vielen Anbietern in einem Online-Rechner die exakte Rahmenhöhe in Abhängigkeit von einem Modell zu messen. So kommt einer Körpergröße von 90 bis 105 Zentimetern eine Laufradgröße von 12 bis 14 Zoll, ab 1,30 Meter gilt es, auf 24 Zoll zu wechseln.
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Fazit

  • Ebenso wichtig wie eine verkehrstaugliche und sichere Ausstattung, ist die korrekte Raumhöhe Ihres Fahrrads. Messen Sie vor dem Kauf die Schritthöhe Ihres Kindes und errechnen im Handumdrehen die passende Rahmenhöhe.
  • Bedenken Sie, dass die Händler spezifische Größensysteme für Kinderfahrräder entwickelt haben.
  • Stellen Sie das Fahrrad auf die Bedürfnisse Ihres Kindes ein, beachten Sie dass ihr Kind mühelos mit beiden Fußballen den Untergrund berühren sollte.
  • Nicht passende Kinderfahrräder oder ein zu hoher Sattel erhöht das potenzielle Sturzrisiko.

Machen Sie vor dem Kauf einen ausgiebigen Praxistest und überprüfen die Lenker, die Bremsen, die Stabilität des Rahmens sowie die Ausstattung und die Qualität. Entspricht das Kinderfahrrad den Vorschriften des Straßenverkehrs und den Ansprüchen Ihres Kindes bildet es einen zuverlässigen Begleiter über mehr als ein Jahr.

https://www.test.de/Kinderraeder-Enttaeuschend-schlecht-1254513-0/
http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=94251&bernr=07

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net /Jacek Chabraszewski

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