Kindersitze Test 2015

Kindersitze schützen das Kind vor schweren Verletzungen und können Leben retten. Allerdings gibt es auch bei den Kindersitzen deutliche Unterschiede in der Qualität. Daher ist der Kindersitze Test 2015 empfehlenswert und hilfreich bei der Kaufentscheidung.



Kindersitze Test 2015

Kindersitze Test 2015

Kindersitze für mehr Sicherheit

In Deutschland gilt eine Kindersitzpflicht. Diese ist in der Straßenverkehrsordnung klar verankert. Neben dieser gesetzlichen Pflicht sollte es für alle Eltern eine Selbstverständlichkeit sein, Kinder so zu sichern, dass sie im Falle eines Unfalls im Auto so sicher wie nur möglich sind.

Es gibt verschieden Größen und Arten von Kindersitzen. Eines haben alle gemeinsam. Sie sind eine der Körpergröße des Kindes angepasste Sitzgelegenheit. Für Babys und kleinere Kinder sind die Kindersitze mit einem Rückhaltesystem für das Kind ausgestattet. Zusätzlich gibt es noch ein Befestigungssystem für den Sitz.



Sind die Kinder größer, so wird durch einen Kindersitz die Sitzposition so erhöht, dass der Sicherheitsgurt des Autos über die Schulter verläuft und nicht am Hals entlang. Kindersitze werden in unterschiedliche Kategorien unterteilt, welche sich nach der Befestigungsart richten. Hierfür gibt es die entsprechende ECE-Regelung Nr.44. Am Kindersitz gibt es ein ECE-R 44 Prüfsiegel, auf welchem nachzulesen ist, für welche Gewichtsklasse dieser Sitz geeignet ist, welcher Kategorie er entspricht und auch das Genehmigungsland sowie die Prüfnummer des Kindersitzes sind aufgedruckt.

Von einem Kindersitz ohne ein solches Siegel ist grundsätzlich abzuraten. Unterschieden werden beim Kindersitz außerdem fünf Gewichtsklassen. Klasse 0+ bis 13 Kilogramm und nur zulässig, wenn der Sitz entgegen der Fahrtrichtung angebracht wird. Klasse 1 von 9 bis 18 Kilogramm, Klasse 2 von 15-25 Kilogramm, Klasse 3 von 22 bis 36 Kilogramm. Bei den Klassen 2 und 3 ist auch nur eine Sitzerhöhung zulässig.

Die Auswahl an verschiedenen Kindersitzen unterschiedlicher Hersteller ist sehr groß, da ist eine Kaufentscheidung gar nicht so leicht zu treffen. Neben einem ansprechendem Design, das natürlich abhängig vom persönlichen Geschmack ist, gibt es bei Kindersitzen einiges zu beachten, um das Kind sicher und bequem im Auto untergebracht zu wissen.

In unserem Kindersitz Test 2015 können Sie nun nützliche Informationen finden und die Vor- und Nachteile von fünf Modellen sehen.

CYBEX SILVER Kinderautositz Solution X-fix

Amazon ImageDieser Kindersitz entspricht der Gruppe 2/3 ist also für Kinder mit einem Körpergewicht von 15 bis 23 Kilogramm geeignet. Dieser Sitz wächst also quasi mit und das unter anderem auch durch die praktische 11-fach verstellbare Kopfstütze. Diese ist zudem neigungsverstellbar und bietet dadurch nicht nur mehr Komfort, sondern verhindert auch das Nach-Vorne-Kippen des Kinderkopfes im Schlaf.

Bei einem seitlichen Aufprall wird der empfindliche Bereich des Kopfes und der Schulter durch den linearen Seitenaufprallschutz geschützt. Dieser Kindersitz verfügt über ein ISOFIX Connect System, dieses sorgt für noch mehr Stabilität und Sicherheit. Dieser Kindersitz genügt höchsten Sicherheitsansprüchen und ist sehr bequem und komfortabel. In ihm sitzt das Kind auch auf langen Strecken bequem.

Mit seinen gerade mal 7 Kilogramm ist er ein Leichtgewicht unter den Kindersitzen dieser Gruppe. Auch bei der Schadstoffprüfung kann er mit Bestnoten überzeugen. Nachteile lassen sich bei diesem Sitz nicht finden.[abx product="56"]

Maxi-Cosi Tobi Kindersitz, Gruppe 1

Amazon ImageDer Kindersitz ist für Kinder von 9-18 Kilogramm, also bis etwa zum 4. Lebensjahr geeignet. Die leicht erhöhte Sitzposition, die das Kind durch eine extra so entwickelte Basis einnimmt, macht es den Kleinen möglich, während der Fahrt den vollen Überblick zu behalten. Sehr praktisch, dass sich dieser Sitz auch in eine Ruheposition verstellen lässt, bei der das Kind dann bequem schlafen kann.

An der Vorderseite lassen sich das Gurtsystem und auch die Kopfstütze sehr schnell und mit nur einer Hand verstellen. So passt sich dieser Autokindersitz ideal den Körpermaßen des Kindes an. Auch bei diesem Maxi-Cosi hat der Hersteller ein absolut überzeugendes Schutzsystem verwendet. So zeigt beispielsweise eine farbige Kontrollanzeige an, dass das Kind richtig angeschnallt ist.

Der Sitz lässt sich einfach und schnell am Gurtsystem des Fahrzeuges befestigen. Ein integrierter Gurtstraffer sorgt zusätzlich für Stabilität. Mit seinen 11 Kilogramm ist er nicht unbedingt der Leichteste aber immer noch gut händelbar. Der Bezug lässt sich abnehmen und bei 30 Grad waschen.

Der Maxi-Cosi Tobi überzeugt in verschiedenen Sicherheitstests und auch Käufer zeigen sich sehr zufrieden. Einziger Nachteil ist vielleicht, dass man bei großer Sonneneinstrahlung die Farbe der Kontrollanzeige nicht wirklich gut sieht.[abx[abx product="57"]>

Maxi-Cosi Rodi Air Protect Kindersitz, Gruppe 2/3

Amazon ImageDer Maxi-Cosi Rodi Air Protect ist für Kinder mit einem Gewicht zwischen 15 und 36 Kilogramm. Dieser Sitz überzeugt durch Sicherheit. Dazu trägt auch das patentierte Seitenaufprall-System Maxi-Cosi Rodi AirProtect bei. Dieses konnte in allen Sicherheitstest absolute Bestnoten erzielen. Diese Technologie ist in der Kopfstütze integriert.

Aus einem verkapselten Schaumstoffkissen entweicht gezielt Luft, wenn es zu einem Aufprall kommt. Im Falle eines Unfalls ist so nicht nur der Kopf des Kindes bestens geschützt, sondern auch der Halsbereich. Sehr praktisch und komfortabel ist es auch, dass sich die Rückenlehne sowohl in der Höhe als auch in der Breite verstellen lässt. So hat jedes Kind genügend Platz, Komfort und Sicherheit.

Für eine bestmögliche Gurtführung entsprechend der Größe des Kindes sorgen Gurthaken. Dank des geringen Gewichts von nur 6 Kilogramm kann der Autokindersitz auch schnell und ohne Anstrengung in ein anderes Auto montiert werden. Der Kindersitzbezug lässt sich einfach entfernen und bei 30 Grad waschen.

Nachteile gibt es wenige, sitzt das Kind im Kindersitz und schläft ein, so lässt sich die Ruheposition nur schwer einstellen, durch das Gewicht des Kindes. Also müsste man das Kind erst aus dem Sitz heben und dann die Ruheposition einstellen, unpraktisch, denn wenn das Kind aufwacht, ist das Wiedereinschlafen schwierig.[abx pro[abx product="58"] id="kiddy-guardian-pro2-2014-forest-kindersitze-gruppe-1-2-3">Kiddy Guardian Pro2 2014 Forest Kindersitze, Gruppe – 1/2/3 Amazon ImageDieser Kindersitz ist für Kinder von circa 9 Monaten bis etwa 12 Jahre geeignet. Er wächst quasi mit und das ist natürlich sehr praktisch. Sobald das Kind der Babyschale entwächst kann es in diesem sicheren und schicken Kindersitz Platz nehmen, solange bis es alt genug ist und keinen Kindersitz mehr benötigt.

Bis das Kind etwa 18 Kilogramm wiegt, ist der Kiddy Original-Fangkörper eine tolle Sache. Dadurch wird im Falle eines frontalen Aufpralls der Oberkörper abgerollt und die empfindliche Halswirbelsäule geschont. Dieser Fangkörper kann zudem auch als Spieltisch genutzt werden.

Mit nur 7 Kilogramm ist er schön leicht und lässt sich auch ohne viel Mühe im Auto sicher und fest einbauen. Er ist auch für Flugreisen geeignet. Er bietet dem Kind jeden Komfort, den es auch auf längeren Fahrten braucht.

Nachteil wäre hier, dass dieser Sitz sich in der Rückenlehne nicht verstellen lässt, falls kleinere Kinder schlafen möchten. Zudem haben einige, besonders kräftigere Kinder, weniger Platz, auch durch den Fangkörper und fühlen sich anfangs etwas eingeengt.[abx product[abx product="59"]"roemer-autositz-duo-plus-gruppe-1">Römer Autositz DUO plus, Gruppe 1 Amazon ImageDieser Römer Kindersitz ist für Kinder von 9 bis 18 Kilogramm, also etwa von 9 Monaten bis 4 Jahre, geeignet. Er kann sowohl mit den Dreipunktgurten im Fahrzeug montiert werden, aber auch mit Isofix oder Isofix und einem Zusatzgurt, einem sogenannten Top Tether.

Wer ihn mit Isofix montieren möchte, sollte in der mitgelieferten Fahrzeugspezifischen-Typenliste nachlesen, ob dies bei seinem Auto möglich ist. Die Montage mit Isofix ist kinderleicht und schnell erledigt. Leider ist das bei der Montage mit dem Top Tether wirklich schwieriger und das ist dann auch ein Nachteil dieses Sitzes. Denn so gut, wie dieser Zusatzgurt vielleicht gedacht ist, mit ihm ist der Einbau schwierig und langwierig, sodass man den Sitz dann wohl lieber nicht so häufig aus- und einbauen möchte.

Das Kind sitzt in diesem Kindersitz bequem und sehr positiv fällt das Verstellen der Kinderhaltegurte auf, das geht nämlich spielend einfach. Das Straffen der Gurte ist auch gut möglich. Der Sitz wiegt 9,5 Kilogramm und sollte daher möglichst nicht nur mit Dreipunktgurten gesichert werden. Mit Isofix bekommt er aber immer die notwendige Stabilität und den perfekten Halt. Der Sitzbezug lässt sich leicht abnehmen und bei 30 Grad waschen.[abx product="[abx product="60"]it">Fazit

Hat ein Kindersitz das ECE-R 44 Prüfsiegel, so entspricht er in jedem Fall den Sicherheitsvorschriften. Es versteht sich von selbst, dass der Kindersitz dem Gewicht des Kindes entsprechen muss. Besonders bei der Montage können einige Sitze Probleme bereiten, sodass ein wenig Übung notwendig ist.

Einige Sitze bieten durch besondere Technik zusätzlichen Schutz für den Hals-Nacken-Bereich und da sind Kinder bekanntlich sehr empfindlich. Beim Kauf eines Kindersitzes, egal für welches Kindesalter, sollte unbedingt darauf geachtet werden, ob die Montage im eigenen Pkw möglich ist. Zwar sind die meisten Kindersitze für alle gängigen Fahrzeuge geeignet aber eben nicht alle.

Natürlich sollte die Polsterung für das Kind komfortabel sein und der Kindersitz ausreichend Platz bieten ohne das er zu groß ist. Empfehlenswert sind waschbare Bezüge, gerade bei den Kleinen kann schnell mal ein Malheur passieren.

Dieser Kindersitze Test 2015 gibt Ihnen einen guten Überblick, ob die vorgestellten Kindersitze zu empfehlen sind. Trotzdem sollten Eltern noch weitere Kindersitze anschauen, da nicht jeder hier für jedes Kind geeinget ist, daher sollten weitere Testberichte gelesen werden. Ob man nun einen Kindersitz kauft, der nur einer Gewichtsklasse entspricht oder einen der quasi bis zum Schluss mit wächst, das ist sicherlich hauptsächlich eine persönliche Entscheidung.

Ein sicherer und bequemer Kindersitz gibt den Eltern ein sicheres Gefühl. Das Kind wird auch bei längeren Autofahrten komfortabel sitzen oder liegen und ist im Falle eines Unfalls bestmöglich geschützt. Das Aussehen und Design des Sitzes ist dagegen eher Geschmackssache und spielt bei der Qualitätsbeurteilung keine wirkliche Rolle.

Bildquelle
Bild oben: © panthermedia.net / Philip Lange



About Simon Schröder

Simon ist ein begeisterter Vater. Durch seine frühere Arbeit in einer Behörde kennt er zudem viele staatliche Leistungen und schreibt gerne über die Möglichkeiten wie man Kindergeld, Elterngeld oder Kinderzuschlag beantragen kann. Darüber hinaus ist er ein Technik-Fan und hat durch seinen Sohn schon viele Babyartikel testen dürfen. Auf Elternchecker.de teilt er seine Erfahrungen zu den Kinderprodukten und freut sich über jedes Feedback.

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