Familie mit Helm | © panthermedia.net /Wavebreakmedia ltd

Mit dem Fahrradhelm bestens geschützt – Weshalb wir Eltern unseren Kindern ein Vorbild sein sollten

Kinder versuchen – zumindest bis zu einem gewissen Alter – den Eltern in allem nachzueifern. Vater und Mutter, aber auch ältere Geschwister oder andere Verwandte, erfüllen eine Vorbildfunktion und sollten demnach mit gutem Beispiel vorangehen. Die Diskussion um den Fahrradhelm ist fast genau so alt wie das Fahrradfahren selbst und führt nicht selten zu Unstimmigkeiten. Und das, obwohl ein Fahrradhelm Leben retten kann und somit eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte.

Unglaubliche Fakten zum Thema Fahrrad

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Jährlich passieren mehr als 70.000 Fahrradunfälle im deutschen Straßenverkehr, mehrere hundert von ihnen mit Todesfolge. Dabei sind es meistens nicht die Fahrradfahrer selbst, die den Unfall verschulden, sondern Kollisionen mit fahrlässig fahrenden Autos. Kinder sind in diesem Zusammenhang besonders gefährdet. Im Fall der Fälle kann ein Fahrradhelm hier Leben retten.

Den Nachwuchs richtig vorbereiten

Kind mit Fahrradhelm | © panthermedia.net /Fabrice Michaudeau

Kind mit Fahrradhelm | © panthermedia.net /Fabrice Michaudeau

Die Worte Kind und Fahrradfahren passen einfach zusammen – und das nicht erst, wenn die Kleinen schließlich selbst Radfahren lernen. Eine Kindheit ohne Fahrrad ist beinahe undenkbar: Zuerst im Fahrradanhänger, dann im Fahrradsitz und irgendwann das erste eigene Fahrrad mit Stützrädern. Heutzutage lernen schon viele Kinder mit drei Jahren Fahrrad fahren. Allerdings beherrschen sie ihr Rad da noch nicht vollkommen und brauchen viel Übung.

So können sie beispielsweise noch nicht gezielt ausweichen oder bremsen, Entfernungen abschätzen und ihre Geschwindigkeit regulieren. Sie brauchen daher ausreichend Gelegenheiten, in sicheren Räumen, wie etwa auf Spielplätzen, in Parks, in Spielstraßen oder auf leeren Parkplätzen zu üben. Bis sie acht Jahre alt sind, müssen sie laut Gesetz auf dem Gehweg fahren. Bis zum 10. Lebensjahr steht ihnen diese Möglichkeit dann weiterhin offen.

Der richtige Fahrradhelm für mehr Sicherheit

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Umsichtige Eltern, vor allem diejenigen, die selbst aktiv Rad fahren, entwickeln langsam ein Gespür dafür, wann sie ihrem Nachwuchs mehr zutrauen können und wann er am Straßenverkehr teilnehmen kann. Das A und O in Bezug auf die Sicherheit ist aber der Fahrradhelm – und zwar ganz von Anfang an. Der Fahrradhelm muss in den Augen des Sprösslings zum Rad fahren dazugehören so wie das Apfelmus einfach zum Pfannkuchen dazugehört. Wenn Kinder den Fahrradhelm mit Bewegung und Spaß an der frischen Luft verbinden, werden sie sich auch nicht dagegen wehren.

Wichtig ist, den richtigen Fahrradhelm zu finden. Hierbei sollten Sie sich unbedingt den Rat von Fachpersonal, am besten in einem gut ausgestatteten Fahrradladen, einholen. Dieser kann dann die richtige Größe und Passform für den Sprössling ermitteln. Wichtig ist auch, den Helm regelmäßig zu überprüfen und an das Wachstum des Kindes anzupassen. Wie bei vielen anderen Produkten gibt es auch bei Fahrradhelmen keine Preisgrenze nach oben. Für Kinder sind Standardhelme in normalen Preissegmenten völlig ausreichend. Auch Marken gibt es unzählige; diese sagen aber nicht unbedingt etwas über die Qualität aus. Das klassische Modell ist ein Mikroschalenhelm mit hartem Schaumstoffkern und zusätzlichem Kunststoffüberzug. Für Kinder sind diese Modelle bestens geeignet.


Wichtiger Hinweis

Beim Kauf des Helms sollte auf einige Sicherheitsmerkmale geachtet werden, um die optimale Sicherheit zu gewährleisten. Der Fahrradhelm sollte das CE-Zeichen vermerkt haben und die Prüfnorm DIN EN 1078 aufweisen.


Wie Eltern ein Vorbild sein können

Wichtig ist es, dass Eltern ihrem Nachwuchs den Schutz des Helms genau und nachvollziehbar erklären. Wenn Kinder den Sinn von Regeln selbst richtig verstehen, sind sie eher dazu bereit, sich daran zu halten. Es gilt außerdem: Je früher und öfter, desto besser. Wenn das Kind das erste Mal auf ein Fahrrad steigt, sollte es gleich einen Helm tragen. Auch Eltern und andere Verwandte und Bekannte sollten einen Helm aufziehen, um somit eine Gemeinsamkeit herzustellen. Es hilft oftmals, wenn sich der Sprössling seinen Helm selbst aussuchen darf. So hat er das Gefühl, mitzubestimmen und nicht etwas aufzuziehen, was ihm aufgedrückt wurde.

About Simon Schröder

Simon ist ein begeisterter Vater. Durch seine frühere Arbeit in einer Behörde kennt er zudem viele staatliche Leistungen und schreibt gerne über die Möglichkeiten wie man Kindergeld, Elterngeld oder Kinderzuschlag beantragen kann. Darüber hinaus ist er ein Technik-Fan und hat durch seinen Sohn schon viele Babyartikel testen dürfen. Auf Elternchecker.de teilt er seine Erfahrungen zu den Kinderprodukten und freut sich über jedes Feedback.

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