Mitwachsender Hochstuhl Test 2017 | © panthermedia.net /Spaces

Mitwachsender Hochstuhl Test, Vergleich und Erfahrungen 2017

Die Anforderungen an mitwachsende Hochstühle sind groß. Erst soll die Liegeposition der, gegebenenfalls als Zubehör erhältlichen Babywippe, besonders ergonomisch sein. Dann soll die Sitzposition für jede Größe gesund und sicher sein. Später muss eine technisch gute Möglichkeit her, die Stühle vernünftig und so lange wie möglich nutzbar zu machen. Sie haben eine lange Zeit, in der sie verwendet und täglich strapaziert werden. Natürlich ist der Kauf eines mitwachsenden Hochstuhls teilweise wirklich eine Investition. Aber die lohnt sich, denn auf Grund der Verwendungsdauer von 3-5 Jahren, kann der falsche Hochstuhl wirklich zum Ärgernis werden. Wir haben drei Hochstühle auf Herz und Nieren getestet, damit die Entscheidung nicht ganz so schwer fällt.

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Die Stühle sollen den Nachwuchs schon früh an den täglichen Familienmahlzeiten teilnehmen lassen. Spätestens ab dem Sitzalter (7-10 Monate) möchten Kinder gerne, wie die Erwachsenen, mit am Esstisch sitzen. Für gewöhnliche Stühle, sind sie allerdings noch zu klein. Sie sitzen zu niedrig und haben keinen Halt mit ihren Füßen. Beides sollen mitwachsende Hochstühle beheben. Das bedeutet sowohl die Sitzfläche, als auch die Fußstütze sollen höhenverstellbar sein, damit sich der Stuhl an die Größe des Kindes anpassen lässt, bis der Nachwuchs auf einen normalen Stuhl passt. Trotz ähnlicher Anforderungen, sind die Stühle sehr unterschiedlich und die Technik ist verschieden umgesetzt.

Mitwachsender Hochstuhl Test 2017

Tripp Trapp von Stokke

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Der Tripp Trapp von Stokke ist wohl der Klassiker unter den Hochstühlen, die mitwachsen und ebenfalls unser persönlicher Testsiegr. Die Technik ist oft kopiert und trotzdem selten erreicht. Im Gegensatz zu vielen anderen Hochstühlen erreicht der Tripp Trapp seine Stabilität nicht durch Stuhlbeine, die ggf. zu Stolperfallen werden können, sondern durch zwei Seitenprofile, die mit Querstreben verbunden sind. Alles andere, die Sitzfläche, die Fußstütze, die Lehne und ein optionaler Fallschutz, wird zwischen diese beiden Profile geklemmt. Der Hochstuhl kann dank Babyaufsatz von Geburt an genutzt werden und dank verschiedenen Einstellungen für die Höhe von Sitzfläche und Fußstütze, bis mindestens zum Grundschulalter mitwachsen.

Material
Der Hochstuhl selbst ist aus Holz, die Zubehörteile bestehen teilweise aus Polyester und Kunststoff.

Verarbeitung
Der Stuhl hat im Test sehr gut abgeschnitten. Die Marke Stokke steht für hochwertige Qualität und eine gute Verarbeitung. Das strahlt auch der Tripp Trapp aus. Das Design ist durchdacht und bis ins Detail sauber umgesetzt.

Kosten
Mit allem Zubehör inkl. Newbornset, Spielebögen, Babyset und Kissen kostet ein Tripp Trapp von Stokke schon gut und gerne mal 400 Euro. Das Grundgestell ist allerdings bereits ab 189 Euro erhältlich und somit preislich durchaus ähnlich, wie vergleichbare Modelle.

Family von Geuther

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Auch der Family von Geuther, der bei unserem diesjährigen Test den zweiten Platz belegt, ist aus Holz und kommt ebenfalls ohne die typischen vier Stuhlbeine aus. Zwei in Kombination mit einem Rahmen auf dem Boden reichen dem Stuhl, um stabil zu stehen. Das spart Platz um den Esstisch. Die Rückenlehne ist groß genug, dass mit der richtigen Höhen-Einstellung ggf. sogar ein Erwachsener bequem und gesund darauf sitzen kann. Im Vergleich zu unserem 1. Platz dem Tripp Trapp, hat der Family von Geuther noch Armlehnen, die die Sitzposition zusätzlich unterstützen sollen. Das Essbrett ist in der Grundausstattung enthalten und hat nach vorn einen erhöhten Rand.

Material
Der Family von Geuther ist aus Holz/Sperrholz in verschiedenen Farben lackiert erhältlich. Ein Sitzverkleinerer in verschiedenen Designs und Farben ist in verschiedenen Materialkombinationen optional.

Verarbeitung
An der Verarbeitung gab es im Test nichts zu meckern. Der Hochstuhl ist gut durchdacht und solide verarbeitet. Die Anschnallgurte könnten ggf. etwas breiter und fester sein.

Kosten
Der Family von Geuther ist in der Grundausstattung und Grundfarbe (Buche) bereits unter 100 Euro im Handel erhältlich. Die verschiedenen Sitzverkleinerer kosten je nach Design und Material um die 20 Euro.

Slex von Brevi

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Unser drittplazierter Hochstuhl Slex von Brevi ist der einzige Stahl-Kunststoffstuhl im Test, der einen der höheren Ränge belegt. Die Sitzfläche ist nicht geklemmt, sondern an den Stahlstreben des Gestells befestigt und können dank zwei einfach bedienbaren Hebeln rechts und Links stufenlos nach oben und unten verschoben werden. Die Fußstütze hat 5 verschiedene Möglichkeiten zur Höheneinstellung und kann später ggf. komplett weg gelassen werden. Das Mitwachskonzept ist durchaus innovativ und der Sitz ist eine wirkliche Alternative, wenn man nicht auf das Naturmaterial Holz zurückgreifen möchte.

Material
Der Stuhl besteht aus einem soliden Stahl-Rahmen, die Sitzfläche und Rückenlehne sind aus aus Polypropylen. Sitzeinhänge sind in verschiedenen Designs und Materialien erhältlich. Das im Test verwendete Material war abwaschbar, allerdings glänzt es nicht zwingend durch Atmungsaktivität. Das stört im Grunde nicht, wenn das Kind nur während der Mahlzeiten im Stuhl sitzt, ist aber im Vergleich zu den Konkurrenzprodukten doch aufgefallen.

Verarbeitung
Die Verarbeitung ist im allgemeinen gut. Im Test wurde angemerkt, dass man sich ggf. klemmen könnte beim Verstellen der Größe.

Kosten
Der Hochstuhl ist in der Grundausstattung mit einem Preis von um die 150 Euro zu finden. Sitzeinhänge und -einsätze kosten jeweils um die 30 Euro. Zusätzlich sind verschiedene Zubehörteile wie Organizer und ähnliches im Handel erhältlich.

Fazit und zusätzliche Tipps zum mitwachsenden Hochstuhl Test 2017

Die Anforderungen an Hochstühle, die mitwachsen sind hoch. Alle drei Modelle konnten im Test durchaus überzeugen und sind alltagstauglich. Die Unterschiede sind teilweise Geschmacksache, teilweise eine Frage der Prioritäten. Der Tripp Trapp hat optional im allgemeinen die meisten Zubehörteile zu bieten. Eine Babyschale für Hochstühle hat allerdings nicht nur Stokke im Programm, der „Nachfolger“ des Slex, der Brevis Slex Pro, verfügt optional ebenfalls über ein System speziell für Neugeborene.

Es sollte darauf geachtet werden, dass Kinder wirklich nur hingesetzt werden, wenn sie sich von alleine aufsetzen können. Bis dahin sollten sie die Mahlzeiten lieber kurzfristig auf dem Schoß oder in einer dazu geeigneten Wippe oder Schale verbringen. Denn erst mit dem eigenständigen Aufsetzen ist die Muskulatur soweit, die Knochen und Wirbel genügend zu stabilisieren, um eine Mahlzeit lang zu sitzen. Bei Kindern gilt genau wie bei Erwachsenen, dass die Gelenke im besten Fall einen Winkel von 90 Grad während des Sitzens einnehmen. Das kann dadurch gewährleistet werden, indem die Stühle regelmäßig angepasst werden.

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