Sitzerhöhung 2015

Sitzerhöhungen im Test 2017 UPDATE

Die Sicherheit im Auto stellt eines der grundlegenden Kriterien in jedem Familienvan und Kleinwagen dar. Ab vier Jahre darf Ihr Kind eigentlich auf einer einfachen Sitzerhöhung Platz nehmen. Die Straßenverkehrsordnung schreibt in diesem Zusammenhang ein Mindestgewicht von 15 Kilogramm vor. Doch im Hinblick auf die Norm und auf eine Vielzahl unterschiedlicher Sicherheitsbedenken entsprang rund um die Sitzerhöhung ein wirklich umstrittener Diskurs. Gerade der ADAC hat in den letzten Testverfahren im Hinblick auf die simplen Sitzerhöher erhebliche Bedenken geäußert.

Vorteile der kompakten Sitzerhöhung

Lassen Sie uns zuerst mit den Vorteilen der Sitzerhöhung beginnen, denn diese überzeugt vor allen Dingen an der Kasse mit günstigen Anschaffungskosten. Der Großteil der Modelle übersteigt die 40 € Marke nicht. Zahlreiche Sitzerhöher lassen sich im nächsten Discounter zum Schnäppchenpreis erstehen. Für alle Modelle gilt ein Grundsatz: Sie müssen der ECE-R 44-Prüfnorm gerecht werden. Eine Sitzpolsterung, eine Rückführung oder ein Getränkehalter lassen den Preis für einen Kindersitz ansteigen. Doch was ist eigentlich zwingend notwendig im Hinblick auf die Sicherheit der kleinsten Mitfahrer?

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Wo lässt sich eine Sitzerhöhung anwenden?

Ein geeigneter Einsatzort für eine Sitzerhöhung ist vor allen Dingen der Zweitwagen oder das Auto der Großeltern und Schwiegereltern. Im Handumdrehen lässt sich dieses kompakte Modell im Kofferraum verstauen und ist jederzeit griffbereit. Darüber hinaus können die Kinder über eine längere Zeitspanne auf diesem Sitz Platz nehmen. Gerade bei den kompakten Kleinkindersitzen gilt es, zusätzliche Zeit in die Installation zu investieren – dieser Mehraufwand entfällt bei der Sitzerhöhung. Darüber hinaus spielen Fahrzeugtypen keine entscheidende Rolle mehr. In diesem Zusammenhang lassen sich drei verschiedene Abstufungen unterscheiden:

  1. die einfachste Form einer Sitzunterlage,
  2. ein Sitzerhöhung mit Gurtleitsystem sowie
  3. ein Sitzerhöhung mit Rückenteil, das sich auf die Größe des Mitfahrers einstellen lässt.

Was sagen Stiftung Warentest und der ADAC?

Einen klaren Kontrast bilden die Prüfreihen der Stiftung Warentest und des ADAC, denn im Vergleich zu den kompakten Modellen stellten diese Institute ein erhebliches Sicherheitsmanko fest. Einzig und allein auf eine Sitzerhöhung zu vertrauen, ist laut Aussage der Prüfinstitute nicht empfehlenswert. Die Modelle verzichten auf eine Stütze im Kopfbereich, auf einen Seitenaufprallschutz sowie auf eine spezifische Gurtfürhung. Im schlimmsten Fall rutscht die Sitzerhöhung einfach herunter, ohne dass die Eltern es mitbekommen.

Ihr Kind sitzt fortan schutzlos auf der Rückbank. Verrutscht der Beckengurt nach oben in den Bauchbereich, kommt es im Ernstfall zu schlimmen Verletzungen. Drüber hinaus ist in den Überprüfungen aufgefallen, dass gerade die Sitzbezüge klare Reserven im Hinblick auf Schadstoffe aufwiesen. ADAC geht soweit und straft auch die Sitzerhöhung mit einer Umbauoption ab.

Mangelhafte Ergebnisse in den Sicherheitstests

Im Vergleich zu den kompakten Kindersitzen erreichen die Sitzerhöher ein mangelhaftes Ergebnis und sollten lediglich als Ergänzung genutzt werden. Tragen Sie sich selbst nun mit dem Gedanken, eine Sitzerhöhung anzuschaffen, so bieten sich ADAC und die aktuellen Testreihen zu den Kindersitzen und deren Sicherheit an. Achten Sie beim Kauf auf die geltende EU Norm sowie ein Höchstmaß an Unfallsicherheit nach strengen Kriterien.

Auf der bekannten Fachseite für Sitzerhöhungen „sitzerhoehung-test.de“ wird dazu geschrieben:

Testberichte zu ausgewählten Produkten mit überaus guten Bewertungen und einer hohen Qualität unterstützen die Orientierung. Diese gehen mit Eigenschaften, Details, Vor- und Nachteilen, dem Verhältnis von Preis und Leistung und einem Fazit auf vorrangige Interessen der Leser ein. Hierbei werden relevante Kriterien beleuchtet und attraktive Produktdetails herausgestellt. Obwohl sich die meisten Sitze überaus ähnlich sind, finden sich stets feine Details, die sich in der Verwendung herausstellen oder welche womöglich sogar hervorstechen.

Im Vergleich zur EU Norm legt der ADAC in seiner Überprüfung deutlich strengere Kriterien vor. Nach diesen Kriterien muss jeder Kindersitz zukünftig einen Seitenaufprallschutz besitzen. So wird die Sitzerhöhung lediglich als eine Kompromisslösung angesehen und nicht als dauerhafte Lösung.

Fazit

  • Der Sitzerhöhung ist eine optimale und kostengünstige Lösung, um zwischenzeitlich im Zweitwagen oder bei den Großeltern und Schwiegereltern auf eine schnelle Möglichkeit für einen Kindersitz zurückzugreifen.
  • Die Straßenverkehrsordnung erlaubt ab einem Mindestgewicht von 15 kg und einem Alter von vier Jahren den Einsatz dieser Modelle.
  • ADAC und Stiftung Warentest sind mit der Sicherheit im Vergleich zu den kompakten Kindersitzen nicht zufrieden und bemängeln eine fehlende Gurtführung sowie einen fehlenden Seitenaufprallschutz.
  • Im Hinblick auf die Schadstoffe vielen vor allem bei den günstigen Discount-Sitzen zu hohe Belastungen auf.
  • Empfehlenswert sind vor allen Dingen die Sitzerhöhung mit einer Gurtfürhung im Bauch- und Schulterbereich, denn rutscht ein Beckengurt nach oben, kann es schlimmstenfalls zu ernsthaften Verletzungen kommen.
  • Riskieren Sie beim Kauf einer Sitzerhöhung oder eines Kindersitzes einen zweiten, kritischen Blick, schließlich geht es um die Sicherheit und den Schutz Ihres Kindes.
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https://www.adac.de/infotestrat/ratgeber-verkehr/kindersicherheit/kindersitzberater/kauf/gesetzliche-rahmenbedingungen-wann-ohne-antwort-9.aspx

http://www.testberichte.de/auto-ausstattung-zubehoer/29/kindersitze/sitzerhoehungen.html

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net /Arne Trautmann

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