Kind cremt sich mit Sonnenmilch ein | © panthermedia.net /yanlev

Sonnenschutzmittel für Kinder Test, Vergleich und Erfahrungen 2017

Sonnenschutz geht alle an – ganz besonders Familien mit kleinen Kindern. Jedes Jahr stehen sie vor der Frage, welches Sonnenschutzmittel sie verwenden können, welches gut für die Haut ist und bestmöglich schützt. Zarte Baby- und Kinderhaut braucht im Sommer Unterstützung, weil die Haut von Kindern noch keinen ausreichenden Schutz gegen die schädlichen UV-Strahlen aufgebaut hat. Tests von verschiedenen Sonnenschutzmittel und Sonnensprays für Kinder haben gezeigt, dass guter Schutz nicht immer teuer sein muss.

Kinderhaut richtig vor der Sonne schützen

Die Haut von Babys ist aufgrund ihrer dünnen Hornschicht besonders empfindlich – schon 10-15 Minuten reichen aus und das Baby hat einen Sonnenbrand. Erst mit etwa 12 Jahren ist der Eigenschutz der Haut aufgebaut, doch auch dann ist regelmäßiges Eincremen wichtig. Damit die Haut jedoch einen natürlichen Schutz aufbauen kann, muss sie dazu auch die Gelegenheit bekommen: Ist ein Kind z.B. nur wenige Minuten draußen, muss nicht gleich eine dicke Cremeschicht aufgetragen werden. So bekommt die Haut weder die Möglichkeit einen Schutz aufzubauen, noch kann ausreichend Vitamin D gebildet werden, das wiederum für das Knochenwachstum wichtig ist.

Es ist daher förderlich, auch ein paar Minuten ohne Sonnencreme draußen zu sein, um ausreichend Vitamin D bilden zu können und so einem Vitamin D-Mangel vorzubeugen. Wenn man vom Sonnenschutz spricht, dann ist damit nicht nur das Eincremen der Haut mit einem Sonnenschutzmittel gemeint, sondern auch die passende Kleidung und Kopfbedeckung: UV-Kleidung und ein Hut sind im Sommer ein absolutes Muss! Außerdem sollten sich Babys und kleine Kinder eher im Schatten aufhalten und nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden. Doch auch im Schatten gilt: Eincremen! Wir stellen hier drei Sonnenschutzmittel vor, die in verschiedenen Tests gut abgeschnitten haben und auch von anderen Eltern empfohlen werden:

Sonnenschutzmittel für Kinder Test 2017

Sun Kids pflegende Sonnenmilch von Nivea

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Unser Testsieger und damit Platz eins ist die Sun Kids pflegende Sonnenmilch von Nivea. Nivea ist die weltweite Nr.1 in der Sonnenpflege. Diese Sonnencreme war 07/2014 der Testsieger bei Stiftung Warentest mit der Note 1,9 und ist damit klarer Marktführer.

Inhaltsstoffe

Die Sun Kids pflegende Sonnenmilch von Nivea ist ein Produkt, das auf chemische Filter setzt. Diese Filter sind dafür verantwortlich, dass die haut die Sonnenenergie aufnimmt und in Wärme umwandelt. Bei vielen Sonnencremen mit chemischen Filtern werden immer wieder Inhaltsstoffe gefunden, die für Kinder problematisch sein können und die im Verdacht stehen, Allergien auszulösen oder hormonell zu wirken. Zusätzlich enthält die Nivea Sun Kids pflegende Sonnencreme Parfüm, Konservierungsstoffe und Emulgatoren, wie sie bei Sonnencremen mit chemischen Filtern häufig zu finden sind.

Wirkung

Die Sun Kids pflegende Sonnenmilch bietet sofortigen Schutz und ist wasserfest. So werden ein Sonnenbrand und langfristige Folgen minimiert. Die Hautverträglichkeit wurde dermatologisch getestet und ist auch für Kinder mit sensibler Haut geeignet.

Anwendung

Die Sonnencreme vor dem Aufenthalt in der Sonne auftragen. Um den Schutz zu erhalten, muss nach dem Schwimmen, Abtrocknen oder bei starkem Schwitzen, nachgecremt werden. Trotz Verwendung der Sonnencreme, soll der Aufenthalt in der Sonne minimiert werden. Um Verfärbungen mit der Kleidung zu vermeiden, die Sonnencreme vollständig einziehen lassen und den Kontakt mit den Augen vermeiden.

Kosten

Die 200ml Packung kostet 18 Euro.

Sonnenschutz Milch für Kinder von Ladival

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ÖKO-Test sagt „gut“ zu Ladival (06/2015): Platz 2 geht an die Sonnenschutz Milch für Kinder von Ladival.

Inhaltsstoffe

Die Ladival Sonnenschutz Milch für Kinder verzichtet auf chemische Filter und ist rein mineralisch. Sie wirkt rein physikalisch und dringt im Gegensatz den chemischen Filtern nicht in die Hautoberfläche ein. Ihre Wirkungsweise entfalten sie dadurch, dass sie einen Schutzfilm über die Halt legen, die die UV-Strahlung dadurch reflektiert. Häufig werden diese Produkte als schwer verschmierbar und unangenehm empfunden, da sie eben nicht einziehen, sich kaum verteilen lassen und auch eine weißen Film hinterlassen, der auch Rückstände auf der Kleidung bilden kann. Bei vielen Sonnencremen wurden daher die Filterpartikel verkleinert, sodass nur noch Nanopartikel vorkommen, doch ihre Wirkung ist nicht ausreichend erforscht.

Wirkung

Ladival ist besonders für die Pflege und den Sonnenschutz von zarter Baby- und Kinderhaut geeignet. Vor allem Kinder mit trockener Haut profitieren von der Anwendung mit Ladival, da sie die Austrocknung verhindert. Die Creme ist wasserfest. Die Produkte von Ladival sind klinisch gesichert auch bei Neurodermitis geeignet und sind frei von Parfum-, Farb- und Konservierungsstoffen, sie enthalten keine PEG-Emulgatoren, Silikonöle oder Mineralöl.

Anwendung

Das Kind großflächig mit der Sonnencreme eincremen, einziehen lassen. Zusätzlich auf UV-Kleidung und eine Kopfbedeckung achten.

Kosten

Sonnenschutzmittel von Ladival sind abhängig vom LSF und der Produktgröße ab 20 Euro erhältlich.

Sonnenspray für Kinder von Cien Sun (Lidl)

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In der Ausgabe 06/2014 von Stiftung Warentest schnitt der Sonnenspray von Cien Sun (erhältlich bei Lidl) mit dem Ergebnis „gut“ (2,1) ab. Bei uns erreicht dieses Sonnenschutzmittel den dritten Platz.

Inhaltsstoffe

Der Sonnenspray von Cien Sun für Kinder setzt auch auf chemische Filter, verzichtet aber auf Farbstoffe, Parfüm, Konservierungsstoffe und Emulgatoren. Es lässt sich dadurch gut vertragen und ist hautverträglich.

Wirkung

Die Sonnencreme enthält keine Duftstoffe, ist wasserfest und bietet so einen zuverlässigen Schutz vor einem Sonnenbrand und den möglichen Folgeschäden. Die Hautverträglich ist dermatologisch getestet. LSF 50 und ein ausgewogener UVA-Schutz machen das Produkt verdient zu einem Testsieger.

Anwendung

Die Flasche vor Gebrauch schütteln und vor dem Sonnen großzügig auftragen. Dabei nicht sparsam sein, um den vollen Schutz zu erzielen. Die Sonnencreme muss mehrfach aufgetragen werden, so etwa nach dem Schwimmen, dem Abtrocknen oder wenn das Kind stark schwitzt. Der unmittelbare Kontakt nach dem Auftragen mit Textilien sollte vermieden werden, da eine dauerhafte Fleckenbildung möglich ist.

Kosten

Das billigste Produkt unseres Vergleichs: 250ml kosten gerade mal 5,49 Euro. Damit ist bewiesen: Guter Schutz muss nicht teuer sein.

Drei häufig gestellte Fragen

Fragen zur Sonnenmilch für Kinder | © panthermedia.net /Rainer Junker

Fragen zur Sonnenmilch für Kinder | © panthermedia.net /Rainer Junker

1. Warum muss auch bei wasserfesten Produkten nachgecremt werden?
Die Frage ist einfach zu beantworten: Nach einer Weile verringert sich durch den Kontakt mit dem Wasser bzw. bei starkem Schwitzen die Wirkung der Schutzfunktion. Eine komplette Wasserfestigkeit gibt es nicht. Deswegen gilt: Immer nachcremen!

2. Reicht es nicht aus, Kokosöl zu verwenden?
Kokosöl ist ein tolles Produkt, allerdings nicht, wenn es um den Sonnenschutz geht. Kokosöl selbst hat einen LSF von 8. Das ist für empfindliche Kinderhaut zu wenig.

3. Muss ich mich eincremen, wenn ich im Schatten bin?
Ja, denn auch im Schatten kommen noch gut 50 Prozent der UV-Strahlung an und daher Babys und Kinder auch im Schatten einen Sonnenbrand bekommen können.

Fazit zum Sonnenmilch für Kinder Test 2017

Bestens vor der Sonne geschützt | © panthermedia.net /Mauricio Jordan de Souza Coelho

Bestens vor der Sonne geschützt | © panthermedia.net /Mauricio Jordan de Souza Coelho

Jedes Jahr erscheinen Tests rund um das Thema Sonnenschutzmittel und die Frage, welches Sonnenschutzmittel das Beste für Babys und Kinder ist. Tests zeigen immer wieder, dass teuer nicht unbedingt gut bedeuten muss – Discounterprodukte für wenig Geld halten auch, was sie versprechen und schützen zuverlässig vor Sonnenbränden. Bei allen Cremen und Tests darf eines nicht vergessen werden: Sonnenschutz ist mehr als nur eincremen. Es bedeutet auch, die passende UV-Kleidung zu wählen, den Kopf zu bedecken und das Kind im Kinderwagen mittels Sonnensegel oder Sonnenschirm zu schützen. So macht der Sommer Spaß!

About Simon Schröder

Simon ist ein begeisterter Vater. Durch seine frühere Arbeit in einer Behörde kennt er zudem viele staatliche Leistungen und schreibt gerne über die Möglichkeiten wie man Kindergeld, Elterngeld oder Kinderzuschlag beantragen kann. Darüber hinaus ist er ein Technik-Fan und hat durch seinen Sohn schon viele Babyartikel testen dürfen. Auf Elternchecker.de teilt er seine Erfahrungen zu den Kinderprodukten und freut sich über jedes Feedback.

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