Gratulationskarten zur Konfirmation | © panthermedia.net /Marina Lohrbach

Eine Konfirmationsfeier planen – Schritt für Schritt zum Festtag

Die Konformation ist ein großer Tag im Leben eines evangelischen Gläubigen. Jährlich treten rund 250.000 Konfirmandinnen und Konfirmanden im Alter von etwa 14 Jahren in einem besonderen Gottesdienst vor ihre Gemeinde und bekräftigen eigenständig ihren Glauben. Erstmals dürfen sie mit in den Kreis zum Abendmahl treten und nehmen dadurch ihren Platz als vollwertige Gemeindemitglieder ein.



Die meisten Konfirmationsfeiern finden in der Zeit um Ostern und Pfingsten statt – so ein einmaliges Fest will allerdings gut geplant sein, weshalb man sich bereits jetzt im Spätherbst Gedanken über den Ablauf machen sollte. Wir erklären euch im Folgenden, worauf ihr dabei achten müsst und was es zu berücksichtigen gibt, damit der Tag sowohl für die Jugendlichen als auch für die Erwachsenen unvergesslich wird.

1 Jahr vor der Konfirmation: Die ersten Schritte

Häufig finden bereits im März des Vorjahres der Konfirmation die Anmeldetermine statt. Dafür muss man in den meisten Fällen die Taufbescheinigung bzw. das Familienstammbuch bereithalten. Weitere Informationen über Dauer, Ablauf und Inhalte des darauffolgenden Konfirmandenunterrichts erhält man meistens bei einem Elternabend im Frühjahr.



Die Form des Konfirmandenunterrichts variiert von Gemeinde zu Gemeinde, aber die Inhalte sind überall gleich: Die Jugendlichen werden intensiv über die Glaubensinhalte, das christliche Alltagsleben und die biblische Schrift informiert. Dies geschieht nicht nur im klassischen Unterricht, sondern auch mithilfe praktischer Spiele und gemeinsamer Ausflüge. Manchmal kann man sich als Elternteil in die Planung einbringen, aber in vielen Fällen übernehmen dies kirchliche Ehrenamtliche oder die Pfarrerin/ der Pfarrer selbst.

4-6 Monate vor der Konfirmation: Location und Catering

Gläubige Jugendliche | © panthermedia.net /Balazs

Gläubige Jugendliche | © panthermedia.net /Balazs

Etwa ein halbes Jahr vor der Konfirmationsfeier beginnen so langsam diejenigen Planungen, die vor allem euch als Elternteil betreffen. Das beginnt mit der Erstellung der Gästeliste: Wie viele Leute kommen sollen, entscheiden Eltern und Kinder im Idealfall gemeinsam. Viele erwarten nur den engsten Familienkreis, aber es kommt durchaus vor, dass auch Freunde und entfernte Verwandte eingeladen werden. Besonders für den Konfirmanden selbst ist es schön, wenn sein bester Freund oder seine beste Freundin diesen Tag mit ihm verbringt – wenn möglich, ist dieser Wunsch zu erfüllen. Schließlich ist der Konfirmand an dem Tag Hauptperson und sollte im Vordergrund stehen!

Um die Einladungen gestalten und verschicken zu können, muss vorher eine wichtige Frage geklärt werden: Wo und wie lange wollen wir feiern? Der Konfirmationsgottesdienst findet am Morgen statt, weswegen sich ein Mittagessen mit anschließendem Kaffeetrinken anbietet. Entweder wählt man hierfür ein Restaurant oder man entscheidet sich für das eigene Zuhause. Letzteres benötigt zwar mehr Arbeitsaufwand, ist aber deutlich inniger und persönlicher. Im Restaurant ist es nämlich nicht unwahrscheinlich, dass dort mehrere Konfirmationsessen gleichzeitig stattfinden, wodurch die Privatsphäre schwindet. Es ist individuell zu entscheiden, welche Location man wählt – Platzgründe spielen hier natürlich auch eine Rolle.

Ganz egal, wofür man sich entscheidet: In beiden Fällen muss sich früh gekümmert werden. In einem Restaurant sind in Windeseile alle Plätze belegt, weshalb eine frühzeitige Reservierung unerlässlich ist. Wenn man ohnehin schon mit dem Leiter des Lokals in Verbindung steht, kann man auch gleich schon ein Menü auswählen. Wer im eigenen Heim feiert, kann sich selbstverständlich selbst um die Mahlzeiten kümmern, aber oftmals bleibt dafür wenig Zeit. Ein Catering-Service erspart Stress und ermöglicht einen reibungsloseren Ablauf. Auch hier solltet ihr schnell sein und euch früh genug einen Menü-Vorschlag erstellen lassen!

2-3 Monate vor der Konfirmation: Das passende Outfit

Spätestens ein Vierteljahr vor der Konfirmation sollte man sich Gedanken um das Outfit des Konfirmanden (und der Eltern sowie Geschwister) machen. Festliche Kleidung gehört natürlich dazu: Für Mädchen eignen sich Kombinationen aus Bluse und Hose oder Konfirmationskleider hervorragend. Gerade gedeckte Farben wie Dunkelblau oder Weinrot sind sehr beliebt, aber auch bunte Töne werden immer häufiger gesehen. Hier ist dem Geschmack der Konfirmandin freien Lauf gelassen – freie Schultern, ein knapper Minirock oder ein zu tiefer Ausschnitt sind jedoch für den kirchlichen Anlass unpassend.

Jungen dagegen tragen häufig einen klassischen Anzug. Wer es legerer mag, kann jedoch auch in einer eleganten, dunklen Jeans und Sakko erscheinen. Ein weißes Hemd und eine Krawatte sind heutzutage kein Muss mehr: Besonders modern sind momentan Hemden in zurückhaltenden Pastelltönen, kombiniert mit einer schicken Fliege.

Unser Tipp: Jungen wie Mädchen sollten auf die Wahl der richtigen Schuhe achten! Sie müssen den ganzen Tag darin verbringen, weshalb ein zu hoher Absatz oder unbequeme, harte Materialien zu vermeiden sind. Es ist ratsam, die Schuhe vorher gut einzulaufen, damit keine unangenehmen Druckstellen oder Blasen entstehen.

Außerdem muss jeder Konfirmand ca. drei Monate vor dem Gottesdienst einen Konfirmationsspruch auswählen: Dieses Bibelzitat soll Kraft geben und wie ein Lebensmotto durch die zukünftigen Jahre begleiten. Geeignete Stellen sind in der Lutherbibel fett gedruckt, sodass es leichter wird, einen aussagekräftigen und auf euer Kind abgestimmten Spruch zu finden.

4-2 Wochen vor der Konfirmation: Letzte Planungen

Die Feier rückt immer näher, was bedeutet, dass die letzten Dinge geplant werden müssen. Ist genug Geschirr, Besteck, Bestuhlung verfügbar? Sind schon Blumen für die Tische bestellt? Was ist mit einer Tischrede? Des Weiteren ist es nun Zeit, Tischkärtchen und weitere Dekorationselemente zu basteln bzw. zu besorgen. Wenn kein professioneller Fotograf im Voraus bestellt würde, sollten die eigene Kamera und der Akku gecheckt werden oder sich alternativ um eine andere Möglichkeit für Fotos gekümmert werden. Die Konfirmation findet nur einmal im Leben statt und sollte daher unbedingt festgehalten werden – nicht nur per Handy!

1 Woche vor der Konfirmation: Endspurt

Kreuze in bunten Farben | © panthermedia.net /k3studija

Kreuze in bunten Farben | © panthermedia.net /k3studija

In den letzten Tagen gilt es, nochmal den gesamten Ablauf zu prüfen, Getränke und Zutaten für die Feier daheim einzukaufen und mit der Dekoration zu beginnen. Am Nachmittag vorher die Kleidung bereitlegen und einen Geschenktisch aufstellen, damit am nächsten Tag alles unkompliziert ablaufen kann!

Nach dem Mittagessen tritt oft ein Stimmungstief ein. Daher ist es schön, ein kleines Spiel, eine Fotoshow oder ein Quiz vorzubereiten und somit Langeweile vorzubeugen. Beispielsweise kann der Taufparte einen lustigen Fragebogen über den Konfirmanden erstellen, den alle ausfüllen müssen. So wird sich herausstellen, wer die Hauptperson am besten einschätzen kann – und es ergeben sich nebenbei sicherlich witzige Situationen.



Unser Tipp: Grundsätzlich sollte der Wille des Konfirmanden selbstverständlich im Vordergrund stehen, denn es ist sein Ehrentag. Daher bezieht euren Sohn oder eure Tochter definitiv in die Planung mit ein und versucht, ihnen einen schönen Tag zu bereiten! Und wenn das bedeutet, dass die Jugendlichen am Nachmittag lieber draußen Fußball spielen, anstatt drinnen zu hocken, dann ist das nun mal so. Es finden sich sicherlich ein paar Gäste, die gerne eine Runde mitkicken.

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About Simon Schröder

Simon ist ein begeisterter Vater. Durch seine frühere Arbeit in einer Behörde kennt er zudem viele staatliche Leistungen und schreibt gerne über die Möglichkeiten wie man Kindergeld, Elterngeld oder Kinderzuschlag beantragen kann. Darüber hinaus ist er ein Technik-Fan und hat durch seinen Sohn schon viele Babyartikel testen dürfen. Auf Elternchecker.de teilt er seine Erfahrungen zu den Kinderprodukten und freut sich über jedes Feedback.

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