Baby kaut am Pullover | © panthermedia.net /DmytroBandakBO

Was tun wenn das Baby zahnt? – Hilfreiche Tipps, erste Anzeichen und sanfte Hilfe beim Zahnen

Manche Babys quält es mehr, manche weniger. Die Rede ist vom Zahnen. Das Vorrücken der Milchzähne ist ein länger währender Prozess und bereitet vielen Kindern Schmerzen und Schlafstörungen. Eltern können ihren Sprösslingen diese Plage zwar nicht gänzlich abnehmen, jedoch eine aktive Unterstützung während dieser Zeit sein und ihnen ein Lächeln wieder ins Gesicht zaubern. Doch was sind die Anzeichen dafür, dass ein Zahn im Anmarsch ist? Und was hilft gegen die Zahnungsschmerzen?



Was tun wenn das Baby zahnt?

Baby liegt auf dem Bett | © panthermedia.net /FamVeldman

Baby liegt auf dem Bett | © panthermedia.net /FamVeldman

Erste Anzeichen für einen kommenden Zahn

Das vermehrte Quengeln und das größere Verlangen nach Zuneigung sind nur zwei von vielen möglichen Anzeichen dafür, dass sich bald ein neuer Zahn blicken lässt. Solange die Zahnentwicklung nicht abgeschlossen ist, können die folgenden Probleme immer wieder auftreten:


  • Schlafstörungen, da Zahnungsschmerzen vor allem nachts auftreten
  • Rötungen und Schwellungen der Zahnleiste
  • Ziehen an den Ohren
  • Gerötete Bäckchen
  • Vermehrter Speichelfluss
  • Appetitlosigkeit oder weniger Appetit, da die betroffene Stelle sehr berührungsempfindlich ist
  • Vermehrtes Herumkauen auf verschiedenen Gegenständen sowie auf der eigenen Faust
  • Erhöhte Temperatur

Fieber, Durchfall und Ausschlag am Po können ebenfalls während des Zahnens auftreten, haben aber mit dem Zahnen an sich nichts zu tun. Das Immunsystem der Kleinen ist in dieser Zeit geschwächt und die Ansteckungsgefahr ist somit höher. So können während der Zahnentwicklung auch gelegentlich Infektionen, wie zum Beispiel Mittelohrentzündung, auftreten.



Sanfte Hilfe beim Zahnen

Baby zeigt seine Zähnchen | © panthermedia.net /amoklv

Baby zeigt seine Zähnchen | © panthermedia.net /amoklv

Nicht jeder der nachfolgenden Tipps hilft bei jedem zahnenden Baby gleichermaßen. Einige sind jedoch sicher dabei, die das Ausbrechen der ersten Zähne erträglicher machen.


  • Eine Massage des Zahnfleisches mit den Fingern oder mit Silikonfingerlingen aus der Apotheke ist beruhigend und wohltuend.
  • Gekühlte Beißringe sorgen vor allem bei gerötetem und geschwollenem Zahnfleisch für Linderung. Die Kälte drosselt die Durchblutung des Zahnfleisches und es schwellt ab.
  • Das Kauen auf harten Lebensmitteln, wie Karotten oder harter Brotrinde, lindert das Druckgefühl im Zahnfleisch. Auch das Kauen auf einer eingefrorenen Banane sorgt einerseits für Linderung des Druckgefühls und anderseits für Kühlung des gereizten Zahnfleisches. Das Baby sollte jedoch niemals unbeaufsichtigt auf diesen Lebensmitteln herumkauen und auch nicht zu oft und zu lange. Da Gemüse, Brot und Obst Zucker enthalten, würde ein dauerhaftes Kauen auf diesen Lebensmitteln Karies fördern.
  • Auch eine Fußreflexzonenmassage kann die Zahnungsschmerzen lindern.
  • Das Kauen auf einem kühlen, in Kamillentee getränkten Waschlappen wirkt beruhigend und schmerzlindernd.
  • Selbst hergestelltes Zahnungsöl auf das Zahnfleisch massieren. Dafür muss nur ein Tropfen Kamille mit einem Esslöffel gutem Rapsöl vermischt werden.

Sollte keine dieser sanften Maßnahmen helfen, können auch homöopathische Zahnungsmittel, wie Globuli, verabreicht werden. Diese unterstützen das Zahnen wirkungsvoll. Sie sind auch gut verträglich und haben praktisch keine Nebenwirkungen. Vielen Babys hilft besonders Osanit oder auch Chamomilla. Führt auch die Einnahme von Globuli zu keiner Besserung, können nach Absprache mit dem Arzt auch Zahnungsgels oder -salben, wie zum Beispiel Dentinox, auf das betroffene Zahnfleisch aufgetragen und leicht einmassiert werden. Sie wirken betäubend und somit schmerzstillend. Zahnungsgels bzw. -salben sollten zuckerfrei sein und nicht öfters als 2-3x täglich angewendet werden.

Der Schmerz hört nicht auf

Baby ist traurig | © panthermedia.net /Anna_Om

Baby ist traurig | © panthermedia.net /Anna_Om

Verursacht der Ausbruch der ersten Zähne weiterhin große Beschwerden, sollte der Kinderarzt darüber informiert werden. Auch wenn sich die Eltern unsicher sind, ob die Schmerzen ihres Kindes überhaupt mit dem Zahnen zusammenhängen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Fazit zum Zahnen eines Babys

Das Wichtigste für den Sprössling während dieser schweren Zeit mit den ersten Zähnen ist jedoch die Nähe von Mutter und Vater. Das zahnende Kind sollte sich nie mit seinen Schmerzen allein gelassen fühlen. Gemeinsame Kuscheleinheiten sind nicht nur beruhigend für das Baby, sondern schenken sowohl dem Baby als auch den Eltern Kraft. Und diese Kraft brauchen beide in dieser anstrengenden Phase mehr als genug. Das sehnlichst erwartete Ergebnis ist dann ein strahlendes Lächeln nicht nur beim Sprössling.



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About Simon Schröder

Simon ist ein begeisterter Vater. Durch seine frühere Arbeit in einer Behörde kennt er zudem viele staatliche Leistungen und schreibt gerne über die Möglichkeiten wie man Kindergeld, Elterngeld oder Kinderzuschlag beantragen kann. Darüber hinaus ist er ein Technik-Fan und hat durch seinen Sohn schon viele Babyartikel testen dürfen. Auf Elternchecker.de teilt er seine Erfahrungen zu den Kinderprodukten und freut sich über jedes Feedback.

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