Grüne Teeblätter | © panthermedia.net / DmitryRukhlenko

Die Stiftung Warentest trinkt und testet grünen Tee!

Beim grünen Tee handelt es sich um eine Art der Teeherstellung. Im Vergleich zum schwarzen Tee stellen wir grünen Tee mit anderen Inhaltsstoffen her. Es handelt sich um eine andere Wirkung des Aufgusses und einen ganz eigenen Geschmack. Die Geburtsstunde reicht bis in das sechste Jahrhundert zurück. Im Prinzip brachten buddhistische Mönche den ersten Tee mit nach China und Japan und entwickelten bis zum heutigen Tag eine ausgefeilte Teetradition. Die Urform des Tees hat auch die Stiftung Warentest auf die Spur gerufen. Im folgenden Beitrag stellen wir Ihnen die Ergebnisse der letzten Testreihe vor.



Stiftung Warentest überprüft 25 Teesorten

In der aktuellen Ausgabe der Stiftung Warentest haben die Teekannen geglüht, denn insgesamt 25 Teesorten – allesamt Grüner Tee – hatte man einem intensiven Testverfahren unterzogen. Das erschreckende Ergebnis: Nur 4 grüne Teesorten konnten die Tester überzeugen. Schon vor ca. einem Jahr mussten die Prüfer Schadstoffe in schwarzem Tee feststellen. 12 Monate später scheint immer noch alles beim Alten zu sein. Dabei macht es keinen Unterschied, ob Sie lose Teesorten wählen oder portionsgerechte Beutel: Keiner der getesteten Tees ist frei von den bedenklichen Schadstoffen.

Bei insgesamt 7 Produkten wurde eine bedenkliche Menge an Schadstoffen festgestellt. Dies hat unwiderruflich zu einem mangelhaften Testergebnis geführt. Auch wenn sich das jeweilige Gesundheitsrisiko und die Folgeschäden wissenschaftlich nicht belegen lassen, gibt es bestimmte Inhaltsstoffe, die in Lebensmitteln einfach nichts zu suchen haben.

Die Gefahr der Schadstoffe in grünem Tee

Beim Tee ist die Ruhe trügerisch. Lebensmittelchemiker Thomas Koppmann verweist darauf, dass Teetrinker ohne Mühe das Maß einer Tasse am Tag übersteigen und auf diese Weise eine bedenkliche Menge der Inhaltsstoffe zu sich nehmen. Wie gelangen Schadstoffe und krebserregende Substanzen eigentlich in den grünen Tee? Zum einen droht die Gefahr der Schadstoffe in jedem einzelnen Produktionsschritt, von der eigentlichen Ernte bis zur Lagerung, der Verpackung und dem Transport.



Eine weitere Gefahrenquelle droht direkt mit der Ernte. So können zum Beispiel Wildkräuter in den Tee gelangen, die Pyrrolizidinalkaloide beinhalten. Ein Erwachsener, der ca. 60 kg wiegt, sollte maximal 0,42 µg dieser Inhaltsstoffe nicht übersteigen. Das Risiko wird gemindert, wenn Sie zwischen einem gering belasteten und einen hoch belasteten Tee wechseln.

Anthrachinon im grünem und schwarzem Tee

Wie bei schwarzen Teesorten enthielten alle grünen Tees den Schadstoff Anthrachinon, wobei keines der getesteten Produkte den zulässigen Höchstgehalt überschritten hatte. Ebenso fragwürdig ist immer noch die Wirkung, die dieser Schadstoff auf den Körper über lange Sicht hat. Die Tester gehen davon aus, dass diese Schadstoffe vor allen Dingen im Trocknungsprozess entstehen.

Alles BIO, oder was?

Wer nun denkt, dass ein Bio-Siegel eine Garantie für optimale Qualität ist, den muss die Stiftung Warentest leider enttäuschen. Denn auch drei Tee-Sorten mit dem Bio Siegel haben nur ein ausreichendes Ergebnis erhalten und zwei sind mit einem befriedigenden Ergebnis aus dem Test gegangen. Vier von neuen Teesorten mit Bio Siegel enthielten Restbestände von Pflanzenschutzmitteln, jedoch nur in geringen Mengen.

Folgende Teesorten haben eine gute Bewertung erhalten:

  • Alnatura Grüner Tee
  • Teekanne Hochland Grüner Tee
  • Gepa Grüntee Ceylon
  • T by Nestle
  • Emcur Bio Matcha

Wie haben die Anbieter reagiert?

Die eigentliche Reaktion auf den Test ist laut Aussage der Stiftung Warentest unterschiedlich ausgefallen. Schlussendlich haben die Tester jeden Hersteller über die Inhaltsstoffe und die konkreten Ergebnisse informiert.

  • So hat der Discounter Norma laut eigener Aussage sofort reagiert und seinen Tee aus dem Sortiment genommen.
  • Messmer kontaktierte direkt nach dem Test die Herkunftsländer, die vor allen Dingen für die entsprechenden Schadstoffe auffielen. Der Hersteller wird bis auf Weiteres auf diese Teesorten nicht mehr zurückgreifen.
  • Auch Netto, Kaufland und Aldi verfolgen wohl seit Langem die Problematik der Inhaltsstoffe und arbeiten an einer effektiven Minimierung.

Die Leitformel ist einfach: Lebensmittel sollten so wenig Schadstoffe wie nur möglich enthalten. Mit einer geringen Belastung sinken auch die Gefahren gesundheitlicher Folgeerscheinungen. Der Test und die damit verbundene Auswertung haben vor allen Dingen eines ergeben: Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Konzentration an Schadstoffen in grünem und schwarzem Tee viel zu hoch. Weiterführende Testberichte der Stiftung Warentest finden Sie auch unter Babymilch Test 2015.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCner_Tee
https://www.test.de/Gruener-Tee-Pestizide-in-japanischem-Tee-1390145-0/



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