Kinder kreativ fördern – Tipps für jedes Alter

Wie oft haben wir Erwachsene schon die Behauptung aufstellen hören, sie wären einfach nicht kreativ genug für dieses oder jenes. Es stimmt, manche erwachsenen Menschen sind kreativer als andere. Doch woran liegt das? Kommen manche Kinder mit mehr Kreativität auf die Welt und die anderen mit weniger? Oder ist vielleicht jedes Kind kreativ, sie geht manchen nur im Laufe ihres Lebens verloren? Klar ist, dass Kinder jeden Alters kreativ gefördert werden sollten. Das treibt die mentale Entwicklung voran und hilft dabei, eigene Interessen zu entwickeln. Wir haben im Folgenden verschiedene Tipps für euch, wie ihr die Kreativität eures Kindes in jedem Alter fördern und unterstützen könnt.



Warum ist Kreativität so wichtig?

Die Kreativität ist bei Kindern sehr viel ausgeprägter als bei vielen Erwachsenen. Mit den einfachsten Mitteln können sie sich über Stunden mit sich selbst beschäftigen und dabei den größten Spaß haben. Diese Fähigkeit, sich aus den simpelsten gegeben Möglichkeiten etwas zusammen zu spinnen haben viele Erwachsenen im Laufe ihres Aufwachsens leider verlernt. Dabei ist die Entwicklung und Festigung des kreativen Denkens enorm wichtig für die weitere Laufbahn des Kindes. Für viele beruflichen Möglichkeiten spielt die Fähigkeit, kreativ denken zu können eine wichtige Rolle. Es ist daher unsere Aufgabe als Eltern, das Kind in seinen kreativen Fähigkeiten so gut wie möglich zu unterstützen. Es ist schließlich bewiesen, dass Kinder, bei denen das Selbstvertrauen von Anfang an gestärkt wird, indem man sie in ihren Fähigkeiten fördert und Interesse zeigt, lebendiger und erfinderischer sind und besser zuhören können.

Kreativität fördern: Für die ganz Kleinen

Baby spielt mit Rassel | © PantherMedia / HayDmitriy

Schon bei Babys und Kleinkindern kann die Förderung der Kreativität beginnen. Für kleine Kinder funktioniert das am besten mit Materialien für alle Sinne. Tasten, Sehen, Riechen, Schmecken und Hören: Kinder erfahren ihre Umwelt ganzheitlich mit allen ihren Sinnen. Altersgerechte Spielzeuge, die die verschiedenen Sinne ansprechen sind deshalb der perfekte erste Schritt zur kreativen Förderung. Für Babys eignen sich bunte Rasseln oder Beißringe. Kleinkinder erfreuen sich bereits an allem, was die Natur zu bieten hat. Ihr werdet staunen, was ein Kind aus einem rauen Tannenzapfen, pieksigem Heu und ein paar Kastanien alles bauen kann. Gebt ihr eurem Kind die Möglichkeit seine Umgebung mit allen Sinnen zu erfahren, wird es sie schnell zu seiner eigenen Welt machen.



Weniger ist mehr. Kleinere Kinder brauchen noch keine aufwändig gestalteten Malbücher oder das 20-teilige Pinselset. Sie sind Erfinder und Tüftler und haben mit einer beschränkten Auswahl an Materialien oft den größten Spaß. Die Schlichtheit der Materialien lässt den größten Raum für Interpretation. Wer sein Kind nicht mit vorgefertigtem Spielzeug überschüttet, sondern ihm Zugang zu vielseitigen, unterschiedlichen Materialien verschafft, die auf immer neue Weise eingesetzt werden können, tut dem Kind damit einen großen Gefallen.

Kreativität fördern: Für größere Kinder

Basteltisch | © PantherMedia / IgorVetushko

Wenn die Kinder größer werden, so werden auch die Geschichten, die sie sich beim Spielen zusammenspinnen immer komplexer. Wenn die Kinder älter werden haben sie ab und an gerne auch mal ein bisschen Zeit für sich. Deshalb gilt: Teilnehmen und in Ruhe lassen. Gemeinsames kreativ werden stärkt die Bindung zwischen euch und eurem Kind. Lasst euch dabei erzählen, was es beispielsweise in seinen Kritzeleien sieht und geht darauf ein. Beim Thema Kreativität sind Eltern ein Vorbild für ihre Kinder. Werdet ihr gefragt, was eure Malerei darstellen soll, lasst euch etwas einfallen und spinnt gerne ein bisschen herum. Auch Erwachsenen kann die kreative Förderung gut tun. Wenn ihr jedoch seht, dass der Nachwuchs ganz konzentriert in seine kreativen Tätigkeiten versunken ist, solltet ihr ihn auch in Ruhe lassen. Kreativität muss manchmal auch alleine ausgelebt werden.

Neigungen erkennen und fördern

Kindern merkt man ihre Neigungen meist schon recht früh an. Hat das Kind schon früh immer auf Musik reagiert, versinkt es stundenlang über seinen Zeichnungen und Malereien oder hat eine besondere Vorliebe dafür sich Geschichten auszudenken? Diese Vorlieben können und sollten aufgegriffen werden um eine optimale kreative Förderung für das Kind zu erreichen. Musikalisch interessierte Kinder kann man schon früh spielend leicht an die Welt der Musik heranführen, indem man ihm die Möglichkeit gibt sich durch das Ausprobieren verschiedener, einfach zu bedienender Instrumente wie Rasseln, Trommeln oder einem Xylophon kreativ auszuleben. Kunstbegeisterten Kindern kann man mit selbst veranstalteten Mal- und Bastelstunden eine Freude machen. Mit einer individuell zusammengestellten Auswahl an Bunt- und Filzstiften, Markern, Farben, Kreide und Knete kann das Kind jeden Tag aufs Neue entscheiden, durch welches Werkzeug es seine Ideen heute ausdrücken möchte. Kinder, die sich gerne Geschichten ausdenken freuen sich über entspannte Vorlesestunden, bei denen ihnen die Möglichkeit gegeben wird, Teile der Geschichte selber weiterzuerzählen.

Fazit

Alle Kinder werden mit einem gewissen Maß an Kreativität geboren. Natürlich ist diese bei manchen mehr oder weniger ausgeprägt, Ziel aller Eltern sollte es daher sein, die Kreativität zu fördern, zu vermehren und dafür zu sorgen, dass sie den Kindern im Laufe ihres Aufwachsens nicht verloren geht. Kreative Förderung ist in so vielen verschiedenen Bereichen möglich. Wer die kreativen Neigungen und Interessen seiner Kinder früh erkennt, der hat beste Chancen dem Nachwuchs die bestmögliche Förderung bieten zu können.



About Simon Schröder

Simon ist ein begeisterter Vater. Durch seine frühere Arbeit in einer Behörde kennt er zudem viele staatliche Leistungen und schreibt gerne über die Möglichkeiten wie man Kindergeld, Elterngeld oder Kinderzuschlag beantragen kann. Darüber hinaus ist er ein Technik-Fan und hat durch seinen Sohn schon viele Babyartikel testen dürfen. Auf Elternchecker.de teilt er seine Erfahrungen zu den Kinderprodukten und freut sich über jedes Feedback.

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