Baby isst | © Bildagentur PantherMedia / gresey

Babybrei Test 2015 – Babybrei fertig oder selbst gemacht?

Im Prinzip beginnt die Babybrei Karriere eines jeden Babys mit einem Gemüsebrei. Gehen Sie dazu über, von der Muttermilch oder der Folgemilch auf Brei umzustellen, fragen sich viele Eltern, ob es sinnvoller ist, Babybrei selber zu machen oder diesen im Glas fertig zu kaufen. Wir wollen Ihnen die Entscheidung leichter machen und haben einen eingehenden Blick auf die Testergebnisse von Öko Test und Stiftung Warentest geworfen.

Vorteile vom selbstgemachten Babybrei

Fenchel, Kartoffel, Apfel – Babybrei lässt sich in schier unendlichen Geschmackskombinationen bequem mit nachhause nehmen und füttern. Doch gehen immer mehr Mütter und Väter dazu über, Babybrei selbst herzustellen. Dabei gibt es jede Menge zu beachten, die Herstellung von Babybrei umfasst zum einen die korrekte Temperatur, die Inhaltsstoffe und Zutaten bis hin zur passenden Menge. In immer mehr Städten treffen sich die Mütter in Seminaren, um sich gemeinsam über die Herstellung von Babybrei auszutauschen, Rezepte miteinander zu tauschen und mehr über die Zubereitung von Babybrei zu erfahren.

Vorteile von Babybrei – fertig aus dem Glas

Andere Mütter öffnen einfach das Glas und füttern die fertigen Frühkartoffeln und Karotten, die vorher in der Mikrowelle erhitzt wurden. So werden mitunter unheimlich viele Kinder mit dem fertigen Babybrei groß. Doch haben wir es hier mit einer unverhältnismäßig gesünderen oder einfach nur bequemeren Lösung zu tun, wenn wir Babybrei fertig füttern?

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Tatsächlich bewegen wir uns hier in eine wirkliche Babybrei Krise und Glaubensfrage. Es entscheidet der Geschmack vielmehr als der wirklich gesundheitliche Unterschied. Babybrei Befürworter stellen diesen selbst her, um die intensiven Geschmacksnuancen der einzelnen Inhaltsstoffe vollends zum Tragen zu bringen. So sollen die Kinder bereits im frühen Alter mit den kräftigen Geschmacksrichtungen von Gemüse und Obst umgehen.

Babybrei selbst gemacht oder fertig kaufen?

Eine aktuelle Studie des Forschungsinstituts für Kinderernährung – kurz FKE – mit dem Titel „Babygourmet“ widmet sich ausführlich 51 verschiedenen Babys. So wurde einer Gruppe von Babys der Babybrei aus dem Gläschen gefüttert, die andere Gruppe bekam selbst gemachten Babybrei. Nach einer dreimonatigen Phase der Fütterung mit selbst gemachten Babybrei, konnte man feststellen, dass selbstgemachte Produkte bei den Babys im Vergleich zum Fertigprodukt besser ankamen.

Doch die Offenheit gegenüber unterschiedlichen Geschmacksrichtungen kann auch nur von kurzer Dauer sein, da es sich hier nicht um eine Langzeitstudie handelt. So bleibt bisher offen, ob Kinder die mit fertigem Babybrei gefüttert werden, später weniger wählerisch sind als die Kinder, die selbst gemachten Brei genossen haben.

Babybrei selber machen

Die Befürworter von fertigem Babybrei schätzen vor allen Dingen die Kontrolle und die hohe Hygiene, da Babynahrung zum Teil sehr hohen Anforderungen entsprechen muss. Im Hinblick auf die Inhaltsstoffe gelten wirklich strenge Gesetze, so auch Öko Test. So sind nach wie vor Babybreis aus dem Glas nicht nur praktisch, sondern enorm bequem. Öko Test hat insgesamt 17 verschiedene Babybreis und ausschließlich Gemüseprodukte in Bio Qualität ausgewählt, um dieser hohen Qualität auf den Grund zu gehen. Und im Endeffekt konnte man den Herstellern von Babybrei – auch gut und güsntig – die Hand schütteln und Ihnen einen guten Appetit wünschen.

Ökotest Ergebnisse: Babybrei im Glas

Tatsächlich hat die Hälfte aller Gemüse Babybreis mit einem sehr guten oder guten Testurteil abgeschnitten. Es konnten kaum Keime oder Spuren von Spritzgiften gefunden werden. Doch was hat eigentlich zu einer möglichen Abstrafung eines Babybreis geführt? Es waren vor allen Dingen die viel zu hohen und zum Teil überzogenen Versprechungen einiger Hersteller, die viel zu dick aufgetragen haben. Schlussendlich fand Öko Test auch in sieben Babybrei bedenklichere Inhaltsstoffe: Das Urteil mangelhaft blieb die Ausnahme, nur drei Produkte haben den Test wirklich miese Ergebnisse geliefert.

Babybrei Hersteller übertreiben maßlos

Was nehmen wir Verbraucher aus diesem Test mit? Gerade im Hinblick auf die Fettsäuren im Babybrei übertreiben viele Hersteller. So wirbt ein Anbieter zum Beispiel mit der Alpha Linoloensäure – sie ist ein Bestandteil der Omega drei Fettsäuren. Doch fand Ökotest in diesen Produkten eine geringe Menge von Rapsöl. Wir wissen über Rapsöl, dass darin diese Alpha Linoloensäure wirklich enthalten ist. Doch ist es diesen Bestandteilen nur zu einem äußerst geringen Teil möglich, im Körper eine Umwandlung zu Omega drei Fettsäuren zu leisten. So sieht selbst einer der Experten – Professor Berthold Koletzko – keinen entscheidenden Vorteil in diesem Zusatz.

http://www.baby-und-familie.de/Ernaehrung/Baby-Brei-selbermachen-Rezepte-56704.html
http://www.brigitte.de/rezepte/rezepte-fuer-kinder/babybrei-560635/
http://www.netmoms.de/magazin/baby/beikost/babybrei-kochen-8-tipps/

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