Wasserkocher

Wasserkocher Test 2015

In wenigen Sekunden kochend heißes Wasser: In kaum einer Küche möchte man heute noch auf einen Wasserkocher verzichten. Dabei hat sich eine Grundsatzfrage rund um das optimale Material entwickelt. Kunststoff, Edelstahl oder Glas? Wir finden die besten Wasserkocher im Test und decken die Schwachstellen einiger Materialien auf. Was gilt es, beim Kauf zu beachten?

Gehen vom Kunststoffwasserkocher Gefahren aus?

Vielmehr als der eigentliche Hersteller spielt vor allen Dingen das Material eines Wasserkocher eine kaufentscheidende Rolle. Verbraucher haben die Befürchtung bei einem Kunststoffwasserkocher einen unangenehmen Geruch wahrzunehmen und die Befürchtung, schadhafte Substanzen können in das Wasser im Zuge der starken Erhitzung gelangen. Doch was steckt dahinter? Nehmen Sie gerade am Anfang einen intensiven Plastikgeruch wahr, werfen Sie einen Blick auf die Herstellerhinweise. Diese bitten viele Anwender vor dem Gebrauch, das Gerät einige Male auszukochen.

Schadhafte Substanzen im Wasser

Auf diese Weise waschen Sie die restlichen Spuren des schadhaften Materials aus dem Gerät heraus. Befürchtungen, dass sich beim Erhitzen sich schadhafte Substanzen lösen und in das Wasser gelangen, sind unbegründet. In ausgiebigen Tests fand man nur in wenigen Ausnahmefällen leichte Spuren vom polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoff – kurz PAK. Aus der heutigen Perspektive spricht rein gar nichts gegen die Anschaffung eines günstigen Wasserkochers aus Kunststoff. Lassen Sie beim Kauf eines Gerätes jedoch Vernunft walten und greifen nicht zu den Geräten, die für unter sieben Euro erhältlich sind. Von diesen Geräten sind keine Wunder zu erwarten.

Edelstahlkocher als funktionstüchtige Alternative zu Plastik

Eine lohnenswerte Alternative zu Plastik bilden die Edelstahlkocher. Diese haben sich auch im Bereich anderer Küchenmaschinen zusehends durchsetzen können. Mit einem intensiven Geruch vor oder während dem Erhitzen ist bei Edelstahl nicht zu rechnen. Nur in Ausnahmefällen konnten Test-Institute leichte Spuren an Nickel im Wasser nachweisen.

Diese Fachseite zum Thema Wasserkocher schreibt dazu:

[…] Die Wasserkocher aus Edelstahl. Diese zeichnen sich darin aus, dass sie keinerlei Giftstoffe an das aufkochende Wasser abgeben. Zudem sind sie, je nach Produkt, ziemlich leise und können das Kochgeräusch relativ gut isolieren. […]

Neben einer edlen und schicken Optik und einer hohen Haltbarkeit punktet Edelstahl vor allen Dingen mit einer optimalen, isolierenden Wirkung. Ihr Wasser bleibt auch nach dem Erhitzen über einen maximalen Zeitraum heiß. Im Hinblick auf den Aufbau besteht der Korpus zumeist aus Edelstahl und die Griffe sowie der Deckel aus Plastik. Bedenken Sie, dass Edelstahl die Hitze weitergibt, und die Gefahr von Verbrühungen minimiert. Zusätzliche Extras, wie zum Beispiel einen Kalkfilter und die Wasserstandsanzeige, optimieren die tägliche Benutzung. Sie können die Wassermenge, die Sie kochen möchten genau dosieren.

Statistik: Exportgewicht von elektrischen Warmwasserbereitern und Tauchsiedern aus Deutschland in ausgewählte Drittländer im Jahr 2007 (in Tonnen) | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Vorsicht heißt: doppelwandige Wasserkocher

Der Großteil aller Wasserkocher verzichtet mittlerweile auf eine doppelwandige Konstruktion, so kann die Außenfläche eines Wasserkochers sehr heiß werden. Dabei lassen sich Temperaturen von über 90° feststellen. Gerade in Haushalten mit Kindern, sollten Sie beim Kauf eines passenden Wasserkochers auf den Zusatz Cool Touch achten, denn diese Geräte sind zumeist mit einer zusätzlichen Isolierschicht ausgestattet. Bedenken Sie, dass diese Wasserkocher nicht zum Schnäppchenpreis zu haben sind.

Die edlen Glaskocher haben ihre Tücken

Sind Sie über die letzten Jahre etwas in Vergessenheit geraten, so gehen wir von einem Revival der Wasserkocher aus Glas aus. In diesem Zusammenhang gibt es wenige kunststofffreie Geräte. Darüber hinaus kühlt Wasser in einem Kocher aus Glas schneller ab im Vergleich zum Edelstahl. Leben Sie in einer Region mit äußerst kalkhaltigem Wasser, kommt es in diesem Zusammenhang zu unschönen Ablagerungen. Doch entscheiden sich immer mehr Verbraucher für diese Modelle, da ein Wasserkocher aus Glas oder eine Glas-Edelstahl-Kunststoff-Kombination mit einem äußerst eleganten und exklusiven Design in der eigenen Küche auf sich aufmerksam macht.

Fazit

  • Vor dem Kauf des Wasserkochers gilt es, sich für eines der Materialien zu entscheiden.
  • Kunststoff überzeugt mit einem günstigen Anschaffungspreis und soliden sowie robusten Eigenschaften.
  • Negativ fällt den Benutzern zumeist ein unangenehmer Geruch auf, der sich jedoch nicht in schadhaften Substanzen bemerkbar macht.
  • Edelstahlkocher hingegen wirken um ein Vielfaches eleganter, und halten die Wärme im Vergleich länger. Doch auch hier kann die Außenhülle sehr heiß werden.
  • In diesem Zusammenhang sollten Sie auf den Zusatz „Cool Touch“ achten, dies verweist auf eine doppelseitige Konstruktion. Im Hinblick auf Design und Ausstrahlung gewinnen die Glaswasserkocher, wobei hier das Wasser schneller abkühlt und es bei besonders kalkhaltigem Wasser sehr oft zu Ablagerungen kommt.
[flexvid][/flexvid]

http://www.testberichte.de/testsieger/level3_kleine_haushaltsgeraete_wasserkocher_2387.html
http://www.testsieger.de/k/haushalt-und-wohnen/kuechengeraete/wasserkocher.html
http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=91814&bernr=01

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net /Birgit Reitz-Hofmann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.